Anlässlich dieses Jubiläums bringt der SONNTAG Statements von Vikariatsratsmitgliedern aus allen drei Vikariaten.
„Ich bin von der SINNhaftigkeit dieses Ehrenamtes überzeugt, wenn es gelingt, die unterschiedlichsten Kräfte, die in den einzelnen Pfarrgemeinden bzw. Gemeinschaften vor Ort wirken, zu bündeln, und unter dem Brennpunkt der Glaubensweitergabe, der Diözesanleitung zu kommunizieren“, sagt Christine Marschütz, Vikariatsrätin für das Dekanat Wien 21, zum SONNTAG.
„Dabei erscheint mir wesentlich, selbst wie eine offene Schale zu sein ... um die Anliegen, Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen der Menschen vor Ort, ihre Freude am Glauben und der Gemeinschaft der Kirche wahrnehmen und aufnehmen zu können, Rede und Antwort zu stehen, wenn nötig“, ist Marschütz überzeugt: „Aber auch offen zu sein für jene in unserer Diözese, unserem Vikariat, dem Dekanat, die in besonderer Weise Verantwortung mit uns tragen.“
Marschütz weiter: „Es ist mir auch wichtig, ein glaubwürdiger Zeuge zu sein im Leben und im Glauben, fest verbunden mit den Menschen um mich, GEERDET, und ebenso fest verbunden zu bleiben, mit dem EINEN, der sich uns mitgeteilt hat in Jesus Christus, GEHIMMELT.“
Was sie im Vikariatsrat in Wien-Stadt bewegen und voranbringen will? „Dass wir einander in den Pfarrgemeinden, Dekanaten, in den Vikariaten und der Diözese immer mehr stärken können und einander Kraft schenken: durch unser Festhalten an der Gemeinschaft der Kirche im Miteinander-Glauben, im Miteinander-Leben aus den Sakramenten und durch unser beständiges Gebet füreinander“, zählt Marschütz auf.
„Da ich die Leiterin vom Fachausschuss Caritas bin, wurde ich von unserem Bischofsvikar Stephan Turnovszky in den Vikariatsrat des Nord-Vikariats geholt.
Ein Fachausschuss soll in beratender Weise für den Bischofsvikar tätig sein“, erzählt Rosa Klepp: „So sehen wir im FA unsere Tätigkeit als Bindeglied (im Weinviertel sagt man Schanierl) zwischen dem Vikariat und den zahlreichen ehrenamtlichen tätigen Frauen und Männer in den Pfarren.
Ich finde es sehr wichtig, dass Informationen vom Vikariatsrat bis in die Pfarren transportiert werden und umgekehrt.“
Was sie bewegen und voranbringen will? „Wenn ich ein Bild verwenden darf, dann sehe ich das Bild eines Motors für das Vikariat. Ja und ich bin ein kleines Rädchen im großen Getriebe des Vikariates, wenn die einzelnen Rädchen sich drehen, dann kommt die Maschine vorwärts“, sagt Klepp: „Das bewegt mich und viele andere.
Natürlich muss die Maschine auch getankt werden, dazu kommen wir (die Rädchen) ins Bildungshaus nach Großrußbach und dort tanken wir die Maschine wieder auf (wir wünschen uns für die Tankstelle bald eine Lösung), sonst wird hier eine Maschine zum Stehen kommen und viele kleine Rädchen...“
„Im Vikariat Süd befassen wir uns seit 2004 mit dem Thema ,Pastoralkonzept für unser Vikariat’“, sagt Nikolaus Csenar, stellvertretender Vikariatsratsvorsitzender im Süd-Vikariat: „Wir haben das Strukturmodell ,Seelsorgeraum’ entwickelt und wollten Synergien nutzen, sodass sich Stärken und Schwächen einzelner Pfarren ausgleichen. Ziel dieser Aktivitäten war, die pastorale Betreuung der Pfarren trotz Priestermangel und rückläufiger Katholikenzahl nachhaltig zu sichern.
Es gab viele Gespräche, unterschiedliche Meinungen und auch Verunsicherungen.“ Csenar: „Trotzdem wurde mit Hilfe der Vikariatsräte ein neues PGR-Konzept verabschiedet, die Bildung eines Statutes für Vermögensverwaltungsräte geschaffen und vielleicht auch Klarheit darüber erarbeitet, wie nunmehr in dieser Periode am Strukturkonzept im gemeinsamen Verständnis der jeweils betroffenen Pfarren und deren Priester gearbeitet werden muss.
Das sind alles wegbereitende Entscheidungen, die wesentlich vom Vikariatsrat in seiner Beratungsfunktion für Bischofsvikar und Erzbischof begleitet wurden und künftig mit konkreten Vorschlägen beeinflusst werden sollen.“
Csenars Resümee: „Freilich müssen wir uns als Mitglieder des Vikariatsrates eingestehen, dass wir leider nicht alles nach unseren Vorstellungen haben umsetzen können. Aber selbst dieser Umstand zeigt auf, dass das Engagement jedes Einzelnen im Ringen um eine Lösung wichtig und von großem Nutzen für unsere Erzdiözese ist.
Selbstverständlich möchte ich mich auch weiterhin in diese Prozesse einbringen und vor allem in der Umsetzung des Projektes ,Gemeindeleitung’ behilflich sein.“