Lauter fröhliche Gesichter sieht man am ersten Schultag in der Stella International School im 2. Wiener Gemeindebezirk, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Direktorin und Eltern – die Freude, dass das neue Schuljahr beginnt, ist offensichtlich groß.
Einige der Kinder haben schon eine klare Vorstellung davon, was hier auf sie wartet – schließlich starten sie schon in ihr zweites Schuljahr. Die neuen Schülerinnen und Schüler werden bald mit den ersten Eindrücken nach Hause gehen.
Die Stella International School gibt es seit dem vergangenen Herbst. Da starteten Heidi Burkhart und eine Gruppe engagierter Eltern und Pädagogen mit einer großen Idee und viel Enthusiasmus das Abenteuer Schule.
„Wir bauen an einer Schule mit Zukunft“, sagt Heidi Burkhart: „Das Fundament, auf dem wir stehen, ist der katholische Glaube und da im Speziellen der Geist des Opus Dei. Dem folgend wollten wir eine Schule, in der fundiert Wissen vermittelt wird, in der aber auch die christliche, die katholische Herzensbildung einen ganz besonderen und wichtigen Stellenwert im Unterricht hat – Gott ganz speziell in den Schulalltag holen sozusagen.“
Ein pädagogisches Konzept, dass sich bereits für die Elementarstufe Kindergarten bewährt hatte – zwei Kindergärten nach dieser Idee gibt es bereits seit über 10 Jahren.
Heidi Burkhart, die viel Erfahrung als selbständige Unternehmensberaterin und Geschäftsführerin des Hilfswerk International hat, knüpfte dann die ersten Kontakte zum Schulamt der Erzdiözese Wien, begab sich auf die Suche nach einem Ort, an dem die Schule entstehen konnte und überlegte sich ein Finanzierungskonzept.
Überall, wo sie das Konzept der Schule vorstellte, traf sie auf offene Ohren und reges Interesse. „Ich habe in meinem Berufsleben viele Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt betreut“, sagt Heidi Burkhart: „Bildung ist dabei immer mein Herzensprojekt geblieben. Ich bin überzeugt davon, dass sie zur Verbesserung der Welt beiträgt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich damit nicht alleine bin.“
Aber was konkret macht die Stella International School nun eigentlich aus? „Zum einen die extrem enge Zusammenarbeit mit den Eltern“, sagt Heidi Burkhart: „Wir legen großen Wert auf eine enge Partnerschaft mit den Eltern – sie werden stark in das Schulleben ihrer Kinder einbezogen.“
Mehrere Gespräche der Lehrer mit beiden Elternteilen gibt es pro Jahr. „Wir machen ganz bewusst nicht nur einen Sprechtag und nehmen uns für die Gespräche viel Zeit. Inhaltlich geht es dann dabei um die Entwicklung des Kindes. Wo steht es? Was hat es bereits gelernt? Was fällt den Pädagogen auf? Was ist den Eltern wichtig? Was fällt ihnen bei ihrem Kind besonders auf?“
Es gehe dabei darum, die Potenziale und den Charakter der Kinder zur Entfaltung zu bringen, so Heidi Burkhart: „Das geht unserer Meinung nach am besten, wenn Eltern und Schule an einem Strang ziehen. Die Eltern sind und bleiben dabei natürlich die wichtigsten Erzieher ihrer Kinder.“
„Der zweite Aspekt, in dem wir uns von anderen Schulen versuchen zu unterscheiden, ist ein individuelles Schülermentoring. Die Lehrer führen dabei regelmäßig Vieraugengespräche mit den Kindern und versuchen dabei zu ergründen, welche Form der Unterstützung in allen Belangen des Lernens und der persönlichen Entwicklung sie dem Kind geben können“, sagt Heidi Burkhart: „Gemeinsam werden bei diesen Gesprächen auch Ziele festgelegt.“
Großer Wert wird hier außerdem auf Englisch und Internationalität gelegt. „Das steckt bei uns nicht nur im Namen“, lacht Heidi Burkhart: „Bei uns werden in der Volksschule einige Fächer in englischer Sprache unterrichtet. Dazu kommt eine Stunde Englischunterricht in der Woche ab der ersten Klasse.“
Englisch können müssen die Kinder nicht, wenn sie in die Schule kommen. „Kinder lernen gerne und unheimlich schnell und verbessern so ihre sprachlichen Fähigkeiten sehr rasch“, sagt Heidi Burkhart: „Und Stichwort Internationalität: Langfristig versuchen wir natürlich auch durch diese Erweiterung der sprachlichen Kompetenzen, in den Kindern die Neugierde für andere Kulturen zu wecken.“
„Das absolut Wichtigste aber ist uns der starke Fokus auf die Herzensbildung der Kinder“, sagt Heidi Burkhart: „Wir alle fühlen uns von christlich-katholischen Werten getragen. Und wir sind davon überzeugt, dass die Vermittlung dieser Werte wichtig ist.“
Für den Schulalltag bedeutet das etwa, dass die liturgischen Feste im Jahreskreis mit den Schülern und deren Familien gefeiert werden. „Wir gestalten Schulgottesdienste und andere christliche Feiern“, sagt Heidi Burkhart: „Im Religionsunterricht werden Schwerpunkte gesetzt, die den Kindern zeigen sollen, wie der Glaube Teil unseres Alltags sein kann.“
Darüber hinaus werden in der Schule „gute Gewohnheiten und Haltungen“, wie Heidi Burkhart es nennt, besonders gefördert. „Jeden Monat steht bei uns eine dieser guten Gewohnheiten und Haltungen im Fokus.
Dazu gehört zum Beispiel das Thema Ordnung, das Thema Großzügigkeit oder das Thema gut und richtig arbeiten und wie das am besten gelingt. Die Kinder werden im Unterricht an diese Themen herangeführt, es gibt dazu Übungen, die sie in der Schule machen, aber auch Übungen, die sie zu Hause mit den Eltern und Geschwistern machen sollen.“
Kinder, Schule und Eltern ziehen dabei an einem Strang. „Wir wollen den Kindern damit Orientierung geben und Hilfe für ihren Lebensalltag.“
Mittlerweile hat die Stella International School 40 Schülerinnen und Schüler. „Wir haben eine Mehrstufenklasse und eine 1. Klasse Volksschule. Das Interesse ist groß“, erzählt Heidi Burkhart.
Die gute Resonanz auf die Volksschule ermutigt Heidi Burkhart und ihre Mitstreiter größer zu denken. Im kommenden Jahr will die Schule in den 22. Bezirk in ein neues Gebäude mit wesentlich mehr Platz ziehen. Auch ein Gymnasium soll dann an dem neuen Standort entstehen und Kinder und Jugendliche ins Leben begleiten.
Die Stella International School ist als katholische Privatschule in Österreich anerkannt und hat das Öffentlichkeitsrecht.