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30.09.2019

Frauen mischen mit für eine bessere Welt für alle

Kraft, Mut und Verantwortung - Impulstag der Katholischen Frauenbewegung Wien.

 

Am 21. September stellte die Katholische Frauenbewegung Wien (kfb) im Don Bosco Haus ihr neues Jahresthema „einmischen.mitmischen.aufmischen – Partizipation von Frauen“ vor.

 

„Dieses Motto erinnert an Dorothee Sölle, die deutsche Theologin, die uns in ihrem Credo eine klare Botschaft der Partizipation aus dem Glauben heraus hinterlassen hat“, so die Vortragende Elisabeth Klatzer, Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin:

 

„‚Ich glaube an Gott, der die Welt nicht fertig geschaffen hat wie ein Ding, das immer so bleiben muss; Ich glaube an Gott, der den Widerspruch des Lebendigen will  und die Veränderung aller Zustände durch unsere Arbeit, durch unsere Politik.‘ (Zitat Sölle)“

 

Dies ist ein direkter Aufruf zu engagierter Teilhabe, zur Mitgestaltung unseres Lebensumfelds und unserer Gesellschaft, wies Klatzer hin. „Gerade Frauen werden in Kirche und Gesellschaft eher die hinteren Reihen zugeteilt, weshalb es für sie an der Zeit sei, sich ihren Raum zu nehmen, um ihre Visionen zu verwirklichen.

 

Gerade in Zeiten eines wachsenden Autoritarismus braucht es das aktive Mitwirken von Frauen an einer lebendigen Demokratie, die nur dort funktioniert, wo sie Menschen praktizieren und sich dafür einsetzen.“


Frauen können aus Wenig Großes schaffen

Dass Frauen es gewohnt sind, mit wenig oder nichts aktiv zu sein, beweisen drei Frauen, die durch ihr Engagement ihr Umfeld verändern: Gerti Täubler kam aufgrund ihrer Neugier und dem Wunsch mitzubestimmen in die Politik. Sie ist nun seit 2015 Vizebürgermeisterin in Großriedenthal und trug wesentlich dazu bei, dass der Ort eine Fairtrade-Gemeinde wurde.

 

Traude Novy, ehemalige kfb-Vorsitzende, ist seit Jahrzehnten gesellschaftspolitisch aktiv und eine leidenschaftliche Vernetzerin. Da sie nun ihren kranken Mann pflegen muss und daher stärker ans Haus gebunden ist, verschrieb sie sich dem Bloggen und Schreiben von Leser/innenbriefen. Damit könne sie ihrer Empörung über Ungerechtigkeiten Luft machen und Frauen darin bestärken, sich selbst öffentlich zu Wort zu melden.

 

Romana Haftner gründete  den Weltladen Hollabrunn mit und wurde so zur Entwicklungshelferin in ihrer Heimat. Sie erlebte es als Wunder, wie viel Unterstützung sie erfuhr, nachdem sie den ersten Schritt gewagt hatte.


Zeit für Abschied und Neubeginn

Die Diözesanreferentin Anni Van den Nest, die 18 Jahre hauptamtlich in der kfb Wien tätig war, in die Pension verabschiedet. Auch Christine Saliger, eine der ehrenamtlich Vorsitzenden seit 2015, legte ihr Amt zurück.

 

Als neue Vorsitzende wurde Franziska Berdich, sowie Gerti Täubler als Stellvertreterin einstimmig gewählt.