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05.12.2019

Neun Monate intensives Gebet

Weihbischof Stephan Turnovszky lädt ein, sich zumindest einmal im Monat dieser Gebetsinitiative anzuschließen.

 

 

Kurz erklärt ist eine Novene ein Gebet über neun Tage, meistens mit einem besonderen Anliegen und zu einer besonderen Zeit gehalten“, sagt Weihbischof und Bischofsvikar Stephan Turnovszky zum SONNTAG: „Die bekannteste Novene ist beispielsweise das Gebet zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten mit der Bitte um den Heiligen Geist.“

 

Turnovszky: „Wir haben jetzt im Vikariat Unter dem Manhartsberg eine große Novene vor und werden sie über neun Monate halten, neun Monate, die natürlich auch eine Anspielung auf die neun Monate einer Schwangerschaft sind.“  


Die großen Herausforderungen

Der Hintergrund dieser „Großen Novene 2020“? „Ich habe den Eindruck, dass wir vor großen Herausforderungen stehen und deshalb auch einer besonderen Gebetsinitiative bedürfen. Da ich in meinem Leben oft die Macht der Fürsprache Marias, der Mutter Jesu, erfahren habe und auf sie vertraue, habe ich eine marianische Gebetsinitiative vorgeschlagen“, unterstreicht Weihbischof Turnovszky.

 

An welche Herausforderungen der Bischofsvikar dabei besonders denkt? „Ich denke an den herannahenden Bischofswechsel für unsere Erzdiözese und an unsere Pfarren, die durch den Entwicklungsprozess und die Bildung größerer Einheiten herausgefordert sind“, zählt Turnovszky auf: „Viele Gemeinden kämpfen mit einem Schwund der Glaubenspraxis und leiden darunter, wie schwierig es ist, den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Die Zukunft unseres Bildungshauses Großrußbach ist noch immer ungewiss.

 

Massive gesellschaftliche Umbrüche wirken verunsichernd, Armut und Kriege drängen Millionen zu Migration. Die voranschreitende Zerstörung der Schöpfung löst große Sorgen aus. Und das menschliche Leben selbst ist an seinem Beginn und Ende auch in unserem Land gefährdet.“


Unter der Fürsprache Mariens

Daher regte Turnovszky an, im Nord-Vikariat eine „große marianische Novene“ zu beten: „Damit sind nicht neun Tage gemeint, sondern neun Monate, in denen wir uns mit unseren großen Anliegen verstärkt unter die Fürsprache Marias stellen und mit ihr Gott um Hilfe bitten.

 

Die neun Monate, in denen ihre Mutter mit Maria schwanger war, scheinen mir ein guter Zeitraum dafür zu sein.“ Daher lädt der Bischofsvikar ein, sich von Mariä Empfängnis, dem 8. Dezember 2019, bis zu Mariä Geburt, am 8. September 2020, diesem Gebet anzuschließen.


Behelf und Gebetskärtchen

Wie kann das praktisch geschehen? „Wir haben für jeden der neun Monate ein Gebetsanliegen formuliert. In erster Linie sind Runden, Gruppen und Familien eingeladen, sich mittels des Behelfes (auf dem die neun Anliegen ersichtlich sind) am Gebet zu beteiligen.

 

Der Behelf bietet eine Anregung für eine Gebetszeit, in deren Mitte die Betrachtung einer Bibelstelle steht, die zum jeweiligen Gebetsanliegen ausgewählt wurde“, sagt Turnovszky.

 

Weiters gibt es Gebetskärtchen in Scheckkartenformat. „Dieses Gebet haben wir im Vikariat bereits 2015 verwendet. Es findet sich in den Gebetsbehelfen abgedruckt, die Kärtchen sind zum Mitnehmen für unterwegs und zum Auflegen in der Kirche gedacht“, unterstreicht der Bischofsvikar. Und weiters: „Die Große Novene soll mit Hilfe der Gebetskärtchen auch gemeinsam beim Gottesdienst in der Kirche gebetet werden.

 

Eine geeignete Form könnte sein, dass das Gebetsanliegen vorgestellt und in den Fürbitten ausgesprochen wird. Das Gebet auf den Kärtchen soll dann gemeinsam z.B. vor dem Schlussgebet oder Schlusssegen gebetet werden.“

 

Zumindest einmal im Monat

Der Bischofsvikar bittet darum, dass das Beten der „Großen Novene 2020“ zu besonderen Festen und Anlässen mit marianischem Bezug geschieht, zumindest einmal im Monat.

 

Es sollte jedenfalls an folgenden Tagen gebetet werden:

 

8. Dezember: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria
1. Jänner: Hochfest der Gottesmutter Maria
2. Februar: Fest Darstellung des Herrn (2020 ein Sonntag)
25. März: Hochfest Verkündigung des Herrn

 

Mai – bei jeder Maiandacht

 

1. Juni:  Pfingstmontag – Maria, Mutter der Kirche
2. Juli: Fest Mariä Heimsuchung
15. August: Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel
8. September: Fest Mariä Geburt


Darüber hinaus sind nach Belieben auch noch andere Tage mit marianischem Bezug denkbar wie:


29. Dezember: Fest der Heiligen Familie
19. März und 1. Mai: Hl. Josef


Die 9 Tage der Pfingstnovene


Die marianischen Gedenktage wie z. B.

Unsere Liebe Frau von Loreto (10. Dezember),

Lourdes (11. Februar) oder

Fatima (13. Mai).

 

Mehr zum Thema: Vikariatsbüro (01/51552-3235) oder www.vikariatnord.at