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Freitag, 24. Mai 2013
 

Rosenkränze © Kathbild,at/Rupprecht

Rosenkranz beten © Kathbild.at/Rupprecht

Der Rosenkranz
(28.07.2010)

Das Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Mariengebeten, bei denen das Ave Maria einhundertfünfzigmal wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten verbunden wurde. Die älteste schriftliche Erwähnung einer Schnur mit aufgezogenen Steinen als Zählkette für wiederholt gesprochene Gebete in der Lateinischen Kirche schreibt diese Gebetsschnur der angelsächsischen Adligen Lady Godiva († um 1085) zu.



Der Rosenkranz wird wie folgt gebetet:

Beginn mit dem Kreuzzeichen, darauf folgt das Apostolisches Glaubensbekenntnis, dabei wird das Kreuz in der Hand gehalten, worauf das Ehre sei dem Vater vor der ersten großen Perle folgt.
Bei der ersten gro0en Perle wird das Vaterunser gebetet, an das sich drei Ave Maria mit eingefügten Bitten um christliche Tugenden an den folgenden drei kleinen Perlen anschließen:
1. um Glauben: Jesus, der in uns den Glauben vermehre,
2. um Hoffnung: Jesus, der in uns die Hoffnung stärke und
3. um Liebe: Jesus, der in uns die Liebe entzünde.
Es folgt ein Ehre sei dem Vater und anschließend
50 Ave Maria, in Zehnergruppen (Gesätze) gegliedert. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes "Geheimnis" eingefügt, ein Glaubenssatz, der dem Neuen Testament entstammt und das Leben Jesu und seiner Mutter Maria betrifft.

Jedes Gesätz wird eingeleitet mit dem Vater unser (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle).

Freudenreicher Rosenkranz

Die "freudenreichen Geheimnisse" betrachten die Menschwerdung und Szenen aus den ersten Lebensjahren Jesu.

  • Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast (Lk 1, 35)
  • Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast (Lk 1, 39–56)
  • Jesus, den du, o Jungfrau, in Betlehem geboren hast (Lk 2, 1–20)
  • Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast (Lk 2, 22–24)
  • Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast (Lk 2, 41–52)

Lichtreicher Rosenkranz

Die "lichtreichen Geheimnisse" betrachten einige bedeutende Momente des öffentlichen Lebens und Wirkens Jesu. So seine Taufe im Jordan durch Johannes, sein Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana, seine Verkündigung des Reiches Gottes, seine Verklärung auf dem Berg Tabor und die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl in Jerusalem.

  • Jesus, der von Johannes getauft worden ist (Lk 3, 21–22)
  • Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat (Joh 2, 1–12)
  • Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat (Mt 9, 35)
  • Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist (Lk 9, 28–36)
  • Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat (Mk 14, 17–25)

Schmerzhafter Rosenkranz

Die "schmerzhaften Geheimnisse" betrachten die Passion Christi.

  • Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat (Lk 22, 44)
  • Jesus, der für uns gegeißelt worden ist (Joh 19, 1)
  • Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist (Joh 19, 2)
  • Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat (Joh 19, 17)
  • Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist (Joh 19, 18)

Glorreicher Rosenkranz

Die "glorreichen Geheimnisse" betrachten die Auferstehung Christi:

  • Jesus, der von den Toten auferstanden ist (Lk 24, 6)
  • Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist (Apg 1, 9–11)
  • Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat (Apg 2, 1–13)
  • Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat (1 Kor 15, 22–23)
  • Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat (Offb 12, 1)

 

(red)



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