
Die Zukunft der Ökumene steht im Mittelpunkt eines Wien-Besuchs von Kardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen.
Ökumene-Symposion an der Uni Wien
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien und die Stiftung "Pro Oriente" haben den Kardinal aus Anlass des bevorstehenden 50-Jahr-Jubiläums der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils eingeladen. Sein Festvortrag hat die "Ökumene im Wandel" zum Thema.
Der aus der Schweiz stammende vatikanische "Ökumeneminister" nimmt am Montag, 23. April 2012, um 15.00 Uhr am Ökumene-Symposion "Erinnerung an die Zukunft" teil, das im Hörsaal 47 der Uni Wien stattfindet und dem Ökumenismus-Dekret des Konzils gewidmet ist. Dabei wird der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker zum Thema "Öffnung und Grenzen - Das Ökumenismus-Dekret aus evangelischer Sicht" sprechen. Der rumänisch-orthodoxe Theologe Ioan Moga behandelt unter dem Titel "Verhaltene Öffnung, verhaltene Freude?" die Aufnahme des Ökumenismus-Dekrets bei den Orthodoxen. Der katholische Theologe Professor Rudolf Prokschi analysiert das Verhältnis der katholischen Kirche zur Orthodoxie ("Schwesterkirchen - ja, aber...").
Um 18.00 Uhr folgt der Festvortrag Kardinal Kochs im Großen Festsaal der Universität. Sein Thema: "Ökumene im Wandel. Das Zukunftspotenzial des Ökumenismus-Dekrets". Dieses nach seinen Anfangsworten "Unitatis redintegratio" genannte Dokument gilt als eines der wichtigsten Dokumente des Konzils, es gab der ökumenischen Bewegung wertvolle Impulse. Das Dekret wurde in der dritten Sitzungsperiode des Konzils am 21. November 1964 mit 2.137 zu 11 Stimmen beschlossen und von Papst Paul VI. feierlich promulgiert.
Treffen mit hochrangigen Kirchenvertretern
Im Rahmen seines Wien-Besuchs trifft Kardinal Kurt Koch auch mit Kardinal Christoph Schönborn, dem Wiener griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis und dem Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (mit Bischofsvikar Nicolae Dura an der Spitze) zusammen.
Die Bedeutung der 1964 begründeten Stiftung "Pro Oriente" hat Kardinal Kurt Koch erst vor wenigen Tagen bei einer Begegnung mit österreichischen Journalisten unterstrichen, die mit "Medien-Bischof" Egon Kapellari nach Rom gereist waren. "Pro Oriente" habe die Annäherung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche wesentlich mitgetragen und erfreue sich sowohl im Vatikan als auch bei den orthodoxen Kirchen größter Wertschätzung. Angesichts der innerorthodoxen Spannungen nannte Kardinal Koch eine neue Aufgabe für "Pro Oriente": Die Stiftung könne dazu beitragen, dass der Konsens unter den Orthodoxen wächst.
(red/KAP)
Twittern
Impressum - Wegweiser - Erzbischof - Informationen - Leute - Glaube - Termine - Sitemap - Gottesdienstsuche - - - designed für IE 7+ and Firefox

