Erzdiözese-Wien.at: Erzdiözese Wien: : Salesianer investieren verstärkt in Hochschulbildung
Freitag, 24. Mai 2013
 

Pater Javier. © J1W

Studierende an der Salesianer Don Bosco Universität in Ecuador. © J1W
Die Universität der Salesianer Don Boscos in Ecuador ermöglicht Menschen aus allen Bevölkerungsschichten ein Studium.

Salesianer investieren verstärkt in Hochschulbildung
(17.07.2012)

Die Salesianer Universität UPS rüstet auf. 30 Prozent der bald 20.000 Studierenden werden aus der ärmsten Bevölkerungsschicht Ecuadors sein, berichtet Rektor Pater Javier.



Die Salesianer Don Boscos in Ecuador haben es sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen aus den ärmsten Gesellschaftsschichten verstärkt Zugang zu einer Hochschulausbildung zu ermöglichen. An der 1994 gegründeten Salesianer Universität UPS (Universidad Politecnica Salesiana) studieren mittlerweile an die 19.000 Studenten. Bald sollen es 20.000 sein, wie Rektor Pater Javier Herran bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 17. Juli 2012, in Wien berichtete. Die Universität hat Standorte in drei Städten (Quito, Guayaquil und Cuenca), acht Außenstellen und darüber hinaus weitere kleine Einrichtungen im ganzen Land. "Wenn die Studenten nicht zur Uni kommen können, dann kommt die Uni zu ihnen. Wenn es sein muss auch mit dem Kleinflugzeug ins Amazonastiefland", so Pater Javier.

Die Tore für alle offen lassen

30 Prozent der Studierenden kommen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten, auch aus indigenen Völkern, 55 Prozent aus der Mittelschicht. 70 Prozent der Studenten seien die ersten aus ihren Familien, die eine Hochschule besuchen könnten, berichtete der Salesianerpater. Die Universität bietet insgesamt 27 Studiengänge an, die meisten davon im technischen Bereich.

Ziel der Universität und der Salesianer sei es, für ein gerechteres und solidarisches Ecuador zu arbeiten: "Es geht nicht nur darum, eine gute Universität zu errichten, sondern eine Uni zu schaffen, die die Tore auch für jene Studierenden offen hält, die nicht über eine ausreichende ökonomische Ausstattung, aber über die intellektuelle Fähigkeiten verfügen, den Anforderungen einer neuen Wissensgesellschaft gerecht zu werden."

Finanzierung durch "Jugend Eine Welt"

Finanziert wird der Ausbau der Universität vor allem auch durch die Hilfe der Don Bosco-Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt". Da es kaum möglich sei, für Universitäten Spenden zu lukrieren, habe man sich auf die Suche nach günstigen Krediten gemacht, so "Jugend Eine Welt"-Geschäftsführer Reinhard Heiserer.

2009 wurde die Don Bosco Finanzierungs-GmbH als Tochter von "Jugend Eine Welt" gegründet. Die nicht auf Gewinn ausgerichtete gemeinnützige Gesellschaft biete durch eine Anleihe die Gelegenheit, Geld zu fairen Konditionen in Sozialprojekte zu investieren. "Wir wollen damit besonders auch Diözesen, Orden und Stiftungen ansprechen, die mit einer sozial und ökologisch sinnvollen Geldanlage helfen wollen", so Heiserer.

Kredite zu fairen Konditionen

Über die Anleihe wurden der Universität in Ecuador rund 6,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde über "Jugend Eine Welt" Kontakt zur Inter-amerikanischen Entwicklungsbank (IDB) hergestellt, worüber nun der weitere Ausbau finanziert wird. Dieses Volumen beläuft sich laut Heiserer auf 15 Millionen US-Dollar. Mit den Darlehen würden neue Gebäude errichtet oder Laboratorien modernisiert.

Die Universität sei durchaus in der Lage, Kreditraten mit fairen Zinskonditionen zu erwirtschaften und Kredite vereinbarungsgemäß zurückzuzahlen, so Heiserer in Richtung potenzieller heimischer Investoren.

(red/KAP)



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