Asche erinnert aber auch an die Vergänglichkeit aller Dinge. Schon die alten Israeliten streuten sich in Todestrauer oder großer Not Asche aufs Haupt. Am Aschermittwoch, der davon seinen Namen hat, lebt diese Symbolkraft im Aschenritus auf.
Ursprünglich wurden jene, die für eine schwere Sünde Buße tun mussten, mit Asche bestreut. Dann kam die Sitte auf, dass auch andere aus Solidarität mit den Büßern mitmachen.
Im Jahr 1091 empfahl der Papst diesen Brauch der ganzen Kirche. Es wurde üblich, die Asche aus dem Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu gewinnen – und während man zunächst Männer bestreute und nur Frauen ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnete, wurde letzteres auf alle Gläubigen angewendet.
Der Aschenritus beginnt nach Evangelium bzw. Predigt mit einem Gebet, das Gott um „rechte Gesinnung“ bzw. „ein geläutertes Herz“ bittet.
Der Priester besprengt die Asche mit Weihwasser und erinnert jeden Gläubigen durch die Worte „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“ (Gen 3,19) mit der Grundfrage der Fastenzeit: Leben wir so, dass wir nicht zu sehr an irdischen Dingen hängen?