Drei Gegrüßet-Seist-Du-Maria werden zu Beginn gebetet, jeweils eingeleitet durch einen Satz zur Verkündigung durch den Engel, zur Zustimmung Marias und zur Menschwerdung. Den Schluss macht die Bitte an Gott, uns zur Auferstehung zu führen.
Dieses Gebet hat sich schrittweise entwickelt, bis es von Papst Pius VI. im Jahr 1571 in seiner heutigen Form eingeführt wurde und seitdem morgens, mittags und abends gebetet wird – auch den Laien ist es empfohlen. Dazu läuten die Kirchenglocken bzw. ertönen in den Kartagen die Ratschen („Angelusläuten“).
Seit 1742 wird in der Osterzeit der Angelus durch das „Regina Caeli“ (Himmels-königin) ersetzt. Seit Johannes XXIII. beten die Päpste den Angelus um 12.00 Uhr von einem Fenster der Papstwohnung aus gemeinsam mit der auf dem Petersplatz versammelten Menge – heute in der Regel an jedem Sonntag und Hochfest.
Auch Papst Franziskus (der von der Wohnung nur das Arbeitszimmer nutzt) tut das und schließt wie seine Vorgänger an das Gebet eine Betrachtung sowie Gebetsaufrufe an, etwa nach Naturkatastrophen oder für die auf der A4 tot aufgefundenen und alle anderen umgekommenen Flüchtlinge.