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Zeichnung Profanierung
Der Sonntag, Markus Szyszkowitz / Zeichnung Profanierung
15.12.2025
Kirchenlexikon

Was ist Profanierung?

„fanum“ bezeichnet auf Lateinisch einen heiligen Ort, „pro-fanum“ ist das, was sich davor befindet

Heilig (lateinisch: sakral) ist alles, was auf besondere Weise zu Gott gehört – der Heilige, die Heilige Kirche, das Heilige Land, der Heilige Sonntag...

 

Das Gegenteil von „heilig“ ist „profan“: alltäglich, gewöhnlich („fanum“ bezeichnet auf Lateinisch einen heiligen Ort, „pro-fanum“ ist das, was sich davor befindet). Durch eine Weihe wird ein Bauwerk dem Alltag enthoben und zu einem heiligen Ort, zu einer Kirche oder Kapelle.

 

Das Gegenteil der Kirchweihe ist die Profanierung: Eine Kirche oder Kapelle wird wieder zu einem alltäglichen Gebäude. Die Riten dafür sind in der katholischen Kirche nicht einheitlich festgelegt. Jedenfalls gehört dazu das Verlesen des Dekrets, mit dem der Bischof die Entweihung des Ortes verfügt, sowie die Entfernung der sakralen Gegenstände wie Kreuze, Kerzen usw. und der Reliquien.

 

Kürzlich hat etwa der Militärbischof die Krypta im Heldendenkmal der Wiener Hofburg profaniert, weil sie künftig Ausstellungsraum des „Hauses der Geschichte“ sein wird.

 

Von Kirchenschändung spricht man, wenn in der Kirche Dinge passieren, die der Heiligkeit des Ortes in schwerwiegender Weise zuwiderlaufen, etwa ein Mord.

 

Dann dürfen Gottesdienste dort erst wieder nach einer vom Bischof anzusetzenden Bußzeit gefeiert werden.

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Zeichnung Profanierung

Die Rechte an den Grafiken „Das kleine Kirchenlexikon“ liegen bei der Erzdiözese Wien.
Mit der Kennzeichung © Erzdiözese Wien/Markus Szyszkowitz sind sie nur zur Verwendung in Pfarrmedien freigegeben.

Alle Zeichnungen von Markus Szyszkowitz www.artoons.at

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