Ein Teil der Chorkleidung ist das weiße Chorhemd, das früher eine knöchellange Alba war (die selber wieder aus der römischen Tunika entstanden ist), aber im Lauf der Zeit immer kürzer wurde und über der Soutane, dem früheren Alltagsgewand der Priester, getragen wird. Auch Ministranten tragen oft ein Chorhemd.
Häufig wird das Chorhemd (oder der Chorrock) verwechselt mit dem Rochett. Das ist ein ebenfalls weißes, kurzes Übergewand, das zu einem Teil aus Spitze besteht, engere Ärmel hat und nur von Bischöfen bzw. anderen kirchlichen Würdenträgern getragen wird.
Auch das Rochett (althochdeutsch: Roccus=Rock) hat sich aus der Alba entwickelt. Das Vierte Laterankonzil legte im Jahr1215 fest, dass Bischöfe, die nicht Ordensangehörige sind, das Rochett zu allen öffentlichen Anlässen und in der Kirche zu tragen haben.
Für lange Zeit war dann das Rochett, getragen über der violetten Soutane (bzw. bei Kardinälen über der roten Soutane) das Alltagsgewand der Bischöfe.