
Der Begriff Offizium (lat. officium: Dienst, Pflicht, Amt) bezeichnet in der katholischen Kirche vor allem das tägliche Stundengebet, das zu bestimmten Zeiten am Tag verrichtet wird. Zu diesen Gebetszeiten gehören unter anderem Laudes (Morgenlob), Vesper (Abendlob), Komplet, die Lesehore sowie die sogenannten „kleinen Horen“. Dieses Gebet – auch „Göttliches Offizium“ oder heute „Liturgie der Stunden“ genannt – bildet gemeinsam mit der Eucharistiefeier den rhythmischen Grundpuls des kirchlichen Tages.
Der Begriff Offizium umfasst jedoch mehr als die einzelnen Gebetszeiten: Amtlicher Gebetsdienst der Kirche:
Das Offizium gilt als offizieller Teil der Liturgie und wird von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und vielen Gläubigen als geistliche Verpflichtung wahrgenommen.
In seiner ursprünglichen Bedeutung meint officium „Dienst“, „Pflicht“ oder „Amt“. Dieser Bedeutungsraum prägt auch den liturgischen Gebrauch: Das Gebet wird als Dienst an Gott und der Kirche verstanden.
In früheren Jahrhunderten konnte „Offizium“ auch eine bestimmte liturgische Feier oder ein Gebetsformular bezeichnen, etwa ein "Offizium für Verstorbene" oder das "kleine Offizium der Sel. Jungfrau Maria".