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17.04.2026

24. April - Egbert von Irland

Mönch und Missionar im frühen Mittelalter.

Egbert von Irland entstammte einer adeligen Familie aus Northumbrien. Zur Ausbildung begab er sich in das irische Kloster Rathmelsigi (heute Mellifont in der Grafschaft Louth), wo er zum Mönch und Priester heranwuchs und vermutlich auch bischöfliche Aufgaben übernahm. Später wirkte er im Kloster Lindisfarne.

 

Während einer schweren Seuche im Jahr 664 erkrankte Egbert selbst lebensbedrohlich. In dieser Situation gelobte er, als Missionar unter den heidnischen Germanen zu wirken. Nach seiner Genesung wurde er zum Missionsbischof geweiht. Sein eigener Aufbruch zur Mission scheiterte jedoch an einem Schiffbruch, der ihn zur Umkehr zwang.

 

Statt selbst zu gehen, wurde Egbert zum Förderer der angelsächsischen Mission. Im Jahr 686 entsandte er seinen Schüler Wigbert nach Friesland; dessen Arbeit blieb jedoch weitgehend ohne dauerhaften Erfolg. Daher sandte Egbert im Jahr 690 eine Gruppe von zwölf Missionaren aus, unter ihnen Willibrord und Suitbert. Diese wirkten mit großem Erfolg in Friesland und am Niederrhein und legten dort die Grundlage für die nachhaltige Christianisierung der Region.

 

Im hohen Alter erfüllte Egbert ein weiteres Gelübde und zog 716 in das berühmte Kloster Hy, das heutige Iona. Dort setzte er bedeutende Reformen durch: Er führte die römische Osterberechnung sowie die römische Tonsur ein und trug so zur Angleichung der keltischen Kirche an die römische Praxis bei. Zeitgenossen rühmten besonders seine Demut, Askese und geistliche Autorität.

 

Egbert starb am 24. April 729 im hohen Alter auf Iona – unmittelbar nachdem er den Gottesdienst zum Osterfest vollendet hatte. Sein Leben steht exemplarisch für die Verbindung von klösterlicher Frömmigkeit, missionarischem Eifer und kirchlicher Reformtätigkeit im frühmittelalterlichen Europa.