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17.06.2026

Priesterweihe 2026 im Stephansdom

Am 20. Juni weiht Erzbischof Josef Grünwidl im Stephansdom fünf Männer zu Priestern . ACHTUNG: Aufgrund eines technischen Gebrechens können wir die Weihe nicht streamen. Wir stellen ihnen im Nachgang eine Aufzeichnung auf dem Youtube - Kanal der Erzdiözese zur Verfügung

Am Samstag, 20. Juni, feiert die Erzdiözese Wien einen der großen geistlichen Höhepunkte des Jahres: Um 9.30 Uhr weiht Erzbischof Josef Grünwidl im Wiener Stephansdom fünf Diakone zu Priestern. Manuel Rennhofer, Cristian Xavier Gonzalez, Richard Andrae und Joachim Losehand sowie Giovanni Wu treten damit in einen Dienst ein, der in der katholischen Kirche weit mehr ist als ein Beruf: Priestersein bedeutet Sendung – zu Gott und zu den Menschen.

 

A TTENTION: Due to an unexpected technical issue, we are unfortunately unable to livestream the ordination after all. A recording will be made available afterwards on the YouTube channel of the Archdiocese.

 

ACHTUNG: Aufgrund eines akuten technischen Gebrechens können wir die Weihe leider nun doch nicht streamen. Wir stellen ihnen im Nachgang eine Aufzeichnung auf dem Youtube - Kanal der Erzdiözese zur Verfügung

 

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Vier Lebenswege, eine Berufung

Die vier Weihekandidaten bringen sehr unterschiedliche Biografien und geistliche Prägungen mit.


Der jüngste ist Manuel Rennhofer, geboren 2000 in Neunkirchen. Seine Heimatpfarre ist Lichtenegg. Er war als Religionslehrer tätig und verbrachte sein Diakonatsjahr im Pfarrverband am Jakobsweg im Weinviertel.


Cristian Xavier Gonzalez wurde 1992 in Arizona in den USA geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Heiligenkreuz und war im Diakonatsjahr in der Pfarre Sankt Benedikt am Leberberg eingesetzt.


Richard Andrae, geboren 1989 in Wien, kam nach einigen Jahren Jusstudium zur Theologie. Er studierte in Heiligenkreuz und Wien und absolvierte sein Diakonatsjahr in der Pfarre Sankt Christoph am Rennbahnweg.


Joachim Losehand, geboren 1969 in München, ist der älteste der vier Kandidaten. Sein Weg führte ihn über Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Philosophie, Kanonisches Recht und Katholische Fachtheologie. Sein Diakonatsjahr verbrachte er im Pflegeheim Floridsdorf und in der Pfarre Jedlesee.


Zudem  wird der Erzbischof

Giovanni Wu, aus dem Missionskolleg Redemptoris Mater, derzeit Diakon in Wiener Neustadt zum Priester weihen. Er gehört allerdings zum Klerus einer anderen Diözese.


Dienst an Wort, Sakrament und Menschen

Nach katholischem Verständnis wird der Priester durch die Weihe in besonderer Weise in den Dienst Christi gestellt. Er handelt nicht aus eigener Vollmacht, sondern in der Sendung der Kirche. Sein Auftrag ist es, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente zu feiern und Menschen als Seelsorger zu begleiten. Im Zentrum steht die Eucharistie. Von ihr her versteht die Kirche den priesterlichen Dienst: als Dienst an der Gegenwart Christi, an der Gemeinde und an allen, die Trost, Orientierung, Vergebung oder einen neuen Anfang suchen.
 

Die Weiheliturgie macht diese Sendung in starken Zeichen sichtbar. Nach dem Evangelium werden die Kandidaten aufgerufen. Mit ihrem „Ich bin bereit“ geben sie öffentlich Antwort auf Gottes Ruf und auf die Bitte der Kirche. In der Bereitschaftserklärung versprechen sie, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente treu zu feiern, für die Menschen zu beten und in Einheit mit dem Bischof zu leben. Besonders eindrucksvoll ist die Allerheiligenlitanei: Die Kandidaten liegen ausgestreckt am Boden, während die Kirche um Gottes Erbarmen und die Fürsprache der Heiligen bittet.


Der Kern der Weihe sind Handauflegung und Weihegebet. Der Bischof legt jedem Kandidaten schweigend die Hände auf; anschließend tun dies auch die anwesenden Priester. Im Weihegebet bittet der Bischof um den Heiligen Geist. Danach werden die Neugeweihten mit Stola und Kasel bekleidet, ihre Hände mit Chrisam gesalbt, Brot und Wein werden ihnen überreicht.

 

Ein Zeichen der Hoffnung

Die Priesterweihe am 20. Juni ist damit nicht nur ein persönlicher Schritt von fünf Männern auf ihrem je persönlichen Lebensweg. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung für die Kirche in Wien und darüber hinaus: Menschen lassen sich senden, um in einer Zeit großer Fragen das Evangelium zu verkünden, Gottes Nähe erfahrbar zu machen und bei den Menschen zu sein – in Pfarren, Schulen, Krankenhäusern, Beichtstühlen, Gesprächen und überall dort, wo Trost gesucht und die entscheidenden Fragen des Lebens gestellt werden.