Mittwoch 17. Juni 2026

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30 Jahre Hoffnung aus Maria Ellend
Erzdiözese Wien/ Smely / 30 Jahre Hoffnung aus Maria Ellend
17.06.2026

30 Jahre Hoffnung aus Maria Ellend

Mit einem feierlichen Gottesdienst bei der Grotte in Maria Ellend wurde das 30-jährige Bestehen des Missionswerkes gefeiert. Zahlreiche Gläubige, Ehrengäste und Unterstützer würdigten dabei ein Werk, das weit über die Region hinaus Hoffnung schenkt.

Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, versammelten sich zahlreiche Wallfahrerinnen und Wallfahrer bei der Grotte in Maria Ellend, um gemeinsam ein besonderes Jubiläum zu feiern: 30 Jahre Missionswerk Maria Ellend.

 

Hauptzelebrant des festlichen Gottesdienstes war Bischofsvikar Richard Kager, der zusammen mit Priestern, Ordensleuten sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche und Politik die Feier gestaltete. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der Blasmusikkapelle Haslau/Maria Ellend.

 

In seiner Begrüßung erinnerte Pater Paul Gnat MSF an die vielen Menschen, die das Missionswerk über drei Jahrzehnte getragen und unterstützt haben – von den Gründern über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zu den zahlreichen Wohltäterinnen und Wohltätern. Ein besonderer Dank galt allen, die das Engagement des Werkes durch Spenden und tatkräftige Hilfe ermöglichen.

 

Predigt: Große Werke beginnen oft klein

Bischofsvikar Kager stellte in seiner Predigt die Bedeutung von Berufung und Sendung in den Mittelpunkt. Er betonte, dass große Werke oft klein beginnen – mit einer Idee, einem Gebet und Menschen, die bereit sind, sich in den Dienst Gottes zu stellen. Genau so sei das Missionswerk 1996 durch Pater Heinrich Galgan MSF gemeinsam mit P. Adam Konopka MSF und P. Paul Gnat MSF entstanden.

 

Was damals im Kleinen begann, hat in den vergangenen 30 Jahren große Wirkung entfaltet: In Ländern wie Madagaskar, Papua-Neuguinea und Weißrussland konnten Schulen gebaut, Brunnen errichtet und Perspektiven für Kinder und Familien geschaffen werden. Jährlich werden rund 20.000 Euro an Spendengeldern für soziale und pastorale Projekte bereitgestellt.

 

Mission: "Gottes Liebe sichtbar machen"

Doch nicht nur in der Ferne, auch vor Ort in Maria Ellend engagiert sich das Missionswerk besonders in der Kinder- und Jugendarbeit. Kager hob hervor, dass christliche Mission vor allem darin bestehe, Gottes Liebe sichtbar zu machen: "Mission bedeutet letztlich nicht, über Gott zu reden. Mission bedeutet, Menschen Gottes Liebe spürbar und erfahrbar werden zu lassen.“

 

Dieses Engagement werde durch viele Menschen getragen, die im Hintergrund wirken – durch Gebet, Einsatz und gelebte Solidarität. Das Jubiläum sei deshalb nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Aufruf, die Sendung weiterzuführen. Jeder Mensch könne einen Beitrag leisten – sei es durch Hilfe, Gebet oder das Teilen von Zeit und Talenten.

 

Die Geschichte des Missionswerkes zeige eindrucksvoll, dass gelebter Glaube die Welt verändern kann. So blickt das Missionswerk Maria Ellend dankbar auf 30 Jahre zurück – und zugleich hoffnungsvoll in die Zukunft: im Vertrauen darauf, dass auch weiterhin Menschen dem Ruf folgen, Verantwortung übernehmen und Hoffnung weitertragen.