Einfach vorbeikommen, Platz nehmen und durchatmen: Mit ihrem Plauder- und Chill-Mobil bringt die Pfarre zur Frohen Botschaft auch in diesem Sommer Begegnung in den öffentlichen Raum. An drei Dienstagen – jeweils von 16 bis 18 Uhr – macht das besondere Angebot Station in verschiedenen Parks in Wien.
Das Konzept ist bewusst niederschwellig: Ein Lastenfahrrad, ausgestattet für verschiedenste Einsätze, bildet den Mittelpunkt. Dazu kommen Liegestühle, eine Beachflag oder ein Sonnenschirm – und schon entsteht ein einladender Ort mitten im Alltag. „Das Plauder- und Chill-Mobil ist ein Event-Fahrrad, das wir für viele Außenaktionen nutzen“, erklärt Christian Kneisz. Neben den sommerlichen Treffen kommt es etwa auch bei Pop-up-Gottesdiensten, Segensaktionen oder sozialen Initiativen zum Einsatz.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein fixes Programm, sondern das, was gerade gebraucht wird: „Wer möchte, findet einen zuhörenden Seelsorger als Gesprächspartner – muss aber nicht“, so Kneisz. Genauso willkommen ist es, einfach im Liegestuhl zu entspannen oder sich mit anderen Besucherinnen und Besuchern auszutauschen.
Die Idee für dieses ungewöhnliche Projekt entstand in einer Kreativgruppe der Pfarre, dem „Team 17.000+“. Mehrmals im Jahr entwickelt das Team neue Ansätze, um Kirche nach außen sichtbar zu machen und Menschen dort zu erreichen, wo sie sind.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, wie vielfältig das Angebot angenommen wird. Viele nutzen die Gelegenheit für eine kurze Pause im Alltag oder ein spontanes Gespräch. „Es gibt aber auch immer wieder tiefgehende seelsorgliche Begegnungen“, berichtet Kneisz. Manchmal bleiben diese Begegnungen nicht einmalig: Einige Gesprächspartnerinnen und -partner fanden später den Weg zu Gottesdiensten oder Pfarrfesten. Eine Frau engagiert sich inzwischen sogar regelmäßig als Helferin bei Außenaktionen.
Das Plauder- und Chill-Mobil zeigt damit, wie unkompliziert Begegnung entstehen kann: ohne Schwellenangst, ohne Verpflichtung – aber mit der Möglichkeit, sich einzulassen.