"Restlos begeistert" zeigte Weihbischof Stephan Turnovszky am vergangenen Samstag von den Special Olypics, die seit Donnerstag nach 28 Jahren erstmals wieder in Wien sattfinden. "Sie sind weit mehr als ein Sportereignis, denn sie zeigen, was unsere Gesellschaft zusammenhält", so Turnovszky. Inklusion, Freude und Gemeinschaft verbinden und stärken Menschen. Die Veranstaltung sei „Kitt für unsere Gesellschaft“ und schenke „so viel Freude den Einzelnen und allen gemeinsam“.
Turnovszky war der Einladung des Präsidenten des Vereins Alpiner Vereine Österreichs, Mag. Gerald Dunkel-Schwarzenberg, gefolgt und wurde von den Organisatoren des Sportevents, an ihrer Spitze Präsident Dr. Laurenz Maresch und Nationaldirektorin Nicole Koch begrüßt. Sie luden ihn ein, den Tag mit einem kurzen Segensgebet zu beginnen, das von den Teilnehmenden mit großem Applaus aufgenommen wurde. Turnovszky besuchte mehrere Wettbewerbe und Disziplinen, darunter Tischtennis, Judo, Boccia und Klettern.
Wegen der derzeitigen außergewöhnlichen Hitzewelle konnten die Outdoor-Sportveranstaltungen leider nicht stattfinden. Umso stärker rückten die Begegnungen mit den Athletinnen und Athleten, ihren Betreuerinnen und Betreuern sowie den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern in den Mittelpunkt.
Der Wiener Weihbischof zeigte sich besonders beeindruckt von der sportlichen Leistung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vor allem aber von der Freude, die die Athletinnen und Athleten ausstrahlten. Freude an der Bewegung, Freude an der Leistung und Freude an der Gemeinschaft. Auch die Freude am Erfolg der anderen war spürbar. Immer wieder wurde geklatscht, gejubelt, angefeuert und sich mitgefreut. Turnovszky, der auch gerne die Siegerehrung am späten Nachmittag vornahm, betonte insbesondere das enorme Engagement derer, die die Wettbewerbe erst möglich machen: die vielen freiwilligen Helfer und Helferinnen, die Betreuer und Betreuerinnen der Sportler und Sportlerinnen sowie die Gesamtleitung der Veranstaltung. Gerade dieses Miteinander zeige, dass Inklusion keine leere Phrase, sondern gelebte Realität ist.
Bei den Nationalen Sommerspielen der Special Olympics Österreich nehmen rund 1.800 Sportlerinnen und Sportler teil, dazu kommen Gäste aus Deutschland und der Schweiz. Unterstützt werden sie von rund 1.000 Volunteers. Die Spiele, die am 25. Juni begonnen haben, gehen heute, am 29. Juni, in Wien zu Ende.
Die Absage der Outdoor-Bewerbe aufgrund der Hitzewelle war für viele Teilnehmende eine große Enttäuschung. Sie hatten sich lange auf ihre Wettbewerbe vorbereitet. Der Schutz der Teilnehmenden hatte für die Veranstalter jedoch den eindeutigen Vorrang. Gleichzeitig bewiesen die Indoor-Wettbewerbe, welche Kraft der Sport entfalten kann: in der Anerkennung der eigenen Leistung, in der Freude über die Leistung anderer und in einer Gemeinschaft, in der alle dazugehören.
Die Special Olympics machen Menschen sichtbar, die im Alltag oft zu wenig wahrgenommen werden. Hier stehen sie mit ihren Fähigkeiten, ihrer Leistung und ihrer Würde im Mittelpunkt. Weihbischof Turnovszky resümierte, dass Inklusion alle betrifft. Jeder Mensch will einbezogen werden, jeder kennt eigene Grenzen. Gerade die Special Olympics zeigen, wie gut Gemeinschaft gelingen kann, wenn Menschen einander annehmen, fördern und ernst nehmen.