Sonntag 5. Juli 2026

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Grünwidl und Ludwig
Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub / Grünwidl und Ludwig
04.07.2026

Erzbischof und Bürgermeister besuchten Festivalseelsorge am Donauinselfest

Grünwidl und Ludwig betonten die Bedeutung der Seelsorge auf dem Festival und die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Erzdiözese. 35 Seelsorger sind bis Sonntag beim größten kostenfreien Open-Air-Festival Europas präsent.

Von Freitag bis Sonntag ist die Festivalseelsorge bereits zum vierten Mal auf dem Donauinselfest vertreten – mit einem Zelt bei der Electronic Music Bühne. Am Samstag, 4. Juli, statteten Erzbischof Josef Grünwidl und Bürgermeister Michael Ludwig dem Seelsorgeteam einen Besuch ab. In Gesprächen mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern hoben beide hervor, wie wichtig das Seelsorgeangebot auf dem Donauinselfest sei.

 

 

Grünwidl: Hinausgehen zu den Menschen

Die Festivalseelsorge sei ein Zeichen dafür, dass Christinnen und Christen sich nicht verstecken, sondern hinausgehen: „Wir wollen nicht in der Kirche sitzen bleiben und uns darüber beschweren, dass immer weniger kommen, sondern wir wollen hinausgehen zu den Menschen.“ Er finde es bemerkenswert, dass es gelungen sei, bereits zum vierten Mal als Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest präsent zu sein. „Die Veranstalter und Verantwortlichen schätzen unser Angebot sehr und kommen uns sehr entgegen. Sie sind dankbar, dass wir hier präsent sind. Und das finde ich einfach wunderbar und großartig“, so Grünwidl.

 

Ludwig: Bedürfnis nach Gesprächen auf Festival

Für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat die Festivalseelsorge eine große Bedeutung: „Wir haben bemerkt, dass viele Menschen, die auf das Donauinselfest kommen, um zu feiern, manchmal das Bedürfnis haben, sich zurückzuziehen und mit anderen Menschen ein Gespräch zu führen – manchmal auch über Themen, die sie belasten.“ Für das Angebot der Festivalseelsorge sei Ludwig der Erzdiözese sehr dankbar: „Das ist ein weiteres schönes Projekt der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien und der Erzdiözese Wien.“

 

Michael Ludwig, Victoria König (Koordinatorin der Festivalseelsorge Österreich), Edina Kiss (Koordinatorin der Festivalseelsorge am Donauinselfest) und Erzbischof Josef Grünwidl
Er finde es bemerkenswert, dass es gelungen sei, bereits zum vierten Mal als Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest präsent zu sein, so Grünwidl.
„Wir wollen nicht in der Kirche sitzen bleiben und uns darüber beschweren, dass immer weniger kommen, sondern wir wollen hinausgehen zu den Menschen", so Josef Grünwidl.
Auch Dariusz Schutzki, Bischofsvikar von Wien (rechts im Bild), besuchte die Festivalseelsorge
Erzbischof Grünwidl bedankte sich bei allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern für ihren Einsatz.

 

35 Seelsorgerinnen und Seelsorger

Unter dem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ sind bis Sonntag 35 speziell geschulte Seelsorgerinnen und Seelsorger mit einem Zelt in der Nähe der Electronic Music Bühne (Nr. 10 auf dem Inselplan) präsent und auf dem Festivalgelände unterwegs. Erkennbar sind sie an den grünen Warnwesten mit der Aufschrift „Festivalseelsorge“ und magentafarbenen Kappen mit der Aufschrift „Für Dich Da". Im Vorjahr erzielte das Seelsorgeteam einen neuen Gesprächsrekord: Die Anzahl der Gespräche verdoppelte sich auf 1.600. Häufig angesprochene Themen waren im vergangenen Jahr Lebenskrisen, Beziehungsprobleme und Einsamkeit. Auch Sinn- und Glaubensfragen sowie Erfahrungen mit Mobbing waren Thema. Die Festivalseelsorge am Donauinselfest ist ein Projekt der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der „Festivalseelsorge Österreich“ und der Initiative „Denk Dich Neu“. Koordiniert wird es von Edina Kiss aus dem Pastoralamt.

 

Das Team der Festivalseelsorge mit Josef Grünwidl, Michael Ludwig und Veranstalter Jörg Neumayer (rechts im Bild)

Das Team der Festivalseelsorge mit Dariusz Schutzki (2. v.l.) Josef Grünwidl, Michael Ludwig und Veranstalter Jörg Neumayer (r.).