Dienstag 7. Juli 2026

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Dankfest zum 30‑jährigen Bestehen des Umweltbüros der Erzdiözese Wien
Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub / Dankfest zum 30‑jährigen Bestehen des Umweltbüros der Erzdiözese Wien
07.07.2026

„Gehen wir singend voran“ – Dankfest zum 30‑jährigen Bestehen des Umweltbüros der Erzdiözese Wien

Drei Jahrzehnte Einsatz für die Schöpfung, gelebte Verantwortung und starke Partnerschaften: Beim Dankfest zum 30-jährigen Bestehen des Umweltbüros der Erzdiözese Wien kamen ehrenamtliche Schöpfungsverantwortliche, Kooperationspartner und kirchliche Vertreter zusammen, um gemeinsam zu feiern, Bilanz zu ziehen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen.

Als Bestärkung und zum Dank lud das diözesane Umweltbüro die ehrenamtlichen Schöpfungsverantwortlichen der Pfarren zu einem großen Fest, anlässlich seines 30-jährigen Bestehens ins erzbischöfliche Palais. Auch viele Kooperationspartner  waren gekommen und so bot sich die Chance beim „Markt der Möglichkeiten“ zu einem Gedankenaustausch und zur Präsentation des vielfältigen Angebots im Bereich der Umweltarbeit.


Beim anschließenden ökumenischen Wortgottesdienst mit Erzbischof Josef Grünwidl und Superintendent Matthias Geist, wurde die Schöpfung mit musikalischer Unterstützung von Mara Kleibl und Jonas Schwungfeld gemeinsam gelobt und gepriesen. In seiner Predigt sprach Matthias Geist von der heilenden Kraft des Wassers als Zeichen der Hoffnung und das unser Engagement die Schöpfung heilen wird. In den Fürbitten wurde an Wolfgang Schindegger, den ersten Umweltbeauftragten der Erzdiözese gedacht und an alle verstorbene Schöpfungsverantwortlichen den letzten 30 Jahren.


Den anschließenden Festakt im Festsaal eröffneten Kardinal Christoph Schönborn und Eveyln Hödl, die zweite Umweltbeauftragte in der Erzdiözese Wien, mit einem Blick auf die nicht immer einfachen Anfängen des Umweltbüros. Kardinal Schönborn hob auch hervor, dass die Enzyklika "Laudato si“ durch die Lebensrealität von Papst Franziskus als Erzbischof von Buenos Aires inspiriert wurde.


Elke Kastner vom Klimabündnis sprach stellvertretend für viele Kooperationspartner und hob in ihren Gedanken die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit im Umweltbereich hervor. Danach sprachen Judith Braunisch (Vikariat Stadt), Monika Prüller (Vikariat Süd) und Diakon Wolfgang Stark (Vikariat Nord) über Highlights und Herausforderungen beim alltäglichen Einsatz für die Schöpfung.


Die Bedeutung der kleinen Schritte (z.B. Gebete oder konkrete Aktionen) und ein Dranbleiben am Thema wurde mehrfach genannt, ebenso der wichtige Aufruf: Spart bitte nicht bei der Schöpfungsverantwortung!


In den Video-Grußbotschaften der Vertreter von Niederösterreich, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, und Wien, Stadtrat Jürgen Czernohorszky, wurde deutlich, dass die Erzdiözese, durch ihre vielen engagierten Menschen in den Pfarren, zu einem starken Partner in Sachen  Schöpfungsverantwortung und Umweltarbeit geworden sind.


Erzbischof Josef Grünwidl hob in seiner Ansprache die untrennbare Verbindung von uns und dem Kirchenjahr mit der Schöpfung hervor und zeigte sich dankbar für den Einsatz und viele gute Kooperationen im Umweltbereich. Wir dürfen nicht nachlassen, mahnte Erzbischof Grünwidl und erinnerte an Adolf Kolping: „Was man im Großen nicht verändern kann, soll man im Kleinen nichts unversucht lassen.“


Den Abschluss des Festaktes bildete ein Festvortrag von ORF-Wetterredakteur und Meteorologe Marcus Wadsak, der mit vielen Zahlen, Fakten und Bildern die Dramatik der Entwicklung und der gegenwärtigen Situation vor Augen führte, aber zugleich auch daran erinnerte, dass wir negative Trends und Entwicklungen zumindest aufhalten oder bremsen können. Dabei geht es nicht bloß um Verzicht, denn
schon ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen kann Abfall reduzieren und die Umwelt schonen.


Der Ausklang des Festes fand wieder im Hof des erzbischöflichen Palais statt und stand unter dem Motto. Begegnung und Vernetzung: Bei guter Musik („Pit a Pat“), einem Bio-Buffet und Bio-Getränken kam es zu angeregten Gesprächen und vertiefendem Austausch.


Dankbar resümierte Umweltbeauftragter Markus Gerhartinger mit seinem Team diesen gelungenen Tag:
Es ist sehr schön zu sehen, wie engagiert die Umweltverantwortlichen in ihren Pfarren sich für die Schöpfung einsetzen. Ihnen einmal offiziell zu danken, war uns ein großes Anliegen. Schön, dass rund 110 Personen zu diesem Fest gekommen sind.