Erzbischof Grünwidl freute sich über die Möglichkeit das Haus „Immanuel“ zu besichtigen. Er versuche sich einmal pro Woche Zeit für Besuche in den verschiedensten Einrichtungen zu nehmen. „Ich war zum Beispiel schon in einem Pflegeheim, einem Hospiz und einem Gefängnis. Heute bin ich bei Ihnen und freue mich über den Einblick und möchte mich bei Ihnen für Ihre Arbeit bedanken.“
Jede Frau, die mit Ihren Kindern ins Haus „Immanuel“ kommt, hat eine eigene Bezugsbetreuerin. Das Ziel sei es den Müttern ein Zuhause und Sicherheit zu geben und sie Schritt für Schritt in ein selbstständiges Leben zu begleiten, erläutert Lydia Rössler. Sie leitet das Haus und arbeitet mit ihrem Team aus Sozialarbeiterinnen an einer guten Zukunft für die Frauen und ihre Kinder. Die Frauen werden unter anderem bei der Wohnungs- und Jobsuche sowie beim Deutschlernen unterstützt.
Jede Frau hat eine eigene kleine Wohneinheit mit ihren Kindern. Ein großes Anliegen ist es dem Team den Kindern Halt zu geben und ihnen schöne Momente zu schenken. Bei der wöchentlichen Kinderspielstunde werden Geburtstage und Feste im Jahreskreis gefeiert aber auch geplantscht und gemalt.
Florence, eine ehemalige Bewohnerin strahlt, als sie von ihrer Zeit im Haus „Immanuel“ erzählt: „Meine Zeit war wirklich eine liebe.“ Sie kommt nach wie vor gerne vorbei und nutzt die Beratungsangebote und den Deutschkurs.
Erzbischof Josef Grünwidl stellte viele Fragen, unter anderem die nach dem Erfolg. Also wie vielen Frauen und Kindern langfristig geholfen werden könne. Caritasdirektor Klaus Schwertner berichtete daraufhin von einem Gespräch mit ehemaligen Kindern des Mutter-Kind-Hauses, die mittlerweile Erwachsen sind und ihm gesagt haben: „Ich habe damals erlebt, wie man aufgefangen wird, wenn es hart auf hart kommt.“
Unterstützung erfährt das Mutter-Kind-Haus auf vielfältige Weise. Junge Menschen bringen sich im Zivildienst und freiwilligen sozialen Jahr ein. Menschen aus der Nachbarschaft bringen Sachspenden.
Wer Mütter und ihre Kinder unterstützen möchte, kann Sachspenden wie gut erhaltene Spielsachen, Geschirr, Putz- und Hygieneartikel nach Voranmeldung vorbeibringen. Auch Wertgutscheine z.B. für Drogeriemärkte sind sehr willkommen. „Da können Mütter ganz zielgerichtet und selbstbestimmt kaufen, was sie benötigen,“ so Christine Kammerlander aus dem Team.