Montag 10. August 2026

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Erzdiözese Wien/ Schönlaub, Stephan Schönlaub
10.08.2026

In memoriam Magdaléna Tschmuk

Am 7. August ist unsere Kollegin Magdaléna Tschmuk nach langer, schwerer Krankheit im 49. Lebensjahr verstorben.

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Magdaléna Tschmuk. Sie ist am 7. August 2026 nach langer, schwerer Krankheit und kurz vor ihrem 49. Geburtstag verstorben. Als Pastoralassistentin im Pfarrverband Weinberg Christi im 23. Wiener Gemeindebezirk und als Musikreferentin der Jungen Kirche hat sie das kirchliche Leben mit großer Kompetenz, tiefer Überzeugung und menschlicher Wärme bereichert. Magdaléna Tschmuk stammte aus der Slowakei. Der christliche Glaube prägte sie seit ihrer Kindheit – auch in einer Zeit, in der ein offenes Bekenntnis unter dem kommunistischen Regime persönliche Nachteile mit sich bringen konnte. Den politischen Umbruch des Jahres 1989 erlebte sie als Jugendliche aktiv mit. Später studierte sie in mehreren europäischen Ländern. 2002 ging sie nach Regensburg, anschließend führte sie ihr postgraduales Studium nach Wien. Seit 2007 war Wien ihr Lebensmittelpunkt.

 

Eine tragende Kraft ihres Lebens war die Musik. Schon mit 13 Jahren begleitete sie ihre erste Heilige Messe an der Orgel. Später studierte sie Musikwissenschaft und verband ihre musikalischen Fähigkeiten eng mit ihrem pastoralen Wirken. Geistliche Musik war für sie weit mehr als eine künstlerische Ausdrucksform: Sie verstand Gesang als „gesungene Verkündigung“. Besonders die Psalmen begleiteten sie durch ihr Leben – in unterschiedlichen Vertonungen und Sprachen, in frohen ebenso wie in schweren Stunden. Als sie einmal gefragt wurde, warum sie auf diese besondere Weise singe, antwortete sie schlicht: „Weil ich das, was ich singe, auch glaube.“ Dieser Satz bringt viel von dem zum Ausdruck, was Magdaléna auszeichnete: Ihr Glaube war für sie keine Theorie, sondern gelebte Wirklichkeit.

 

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Auch während ihrer schweren Erkrankung blieb sie ihrem pastoralen Auftrag und der Musik verbunden. Sie sprach offen über Hoffnung und Angst, über gute und schlechte Tage, ohne ihre Situation zu beschönigen. Kraft fand sie in ihrem Glauben, bei ihrer Familie und in den Pfarrgemeinden. Diese Verbundenheit verstand sie als gegenseitiges Tragen: Andere beteten für sie, und sie betete für andere.

 

Mit ihren öffentlichen Beiträgen über ihren Weg machte Magdaléna vielen Menschen Mut. Dabei blieb sie authentisch. Wenn ihre Kräfte es zuließen, war sie für andere da und setzte ihren pastoralen Dienst fort. Sie richtete den Blick nicht auf das, was nicht mehr möglich war, sondern dankbar auf das, was ihr im jeweiligen Augenblick geschenkt wurde.

 

Die Krankheit habe sie gelehrt, „planlos zu leben“, sagte sie – nicht leichtsinnig, sondern im Vertrauen darauf, in Gottes Hand geborgen zu sein. Magdalena Tschmuk hinterlässt die Erinnerung an eine Frau, die ihren Glauben lebte und sang. Ihre Zuversicht, ihre Dankbarkeit und ihre zugewandte Art werden fehlen.

 

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrem Mann, ihrer Tochter und allen Angehörigen sowie allen Menschen, die ihr nahestanden.

 

Den Termin für den Trauergottesdienst und das Begräbnis geben wir zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.