Tuesday 18. May 2021

Fachtag 2015

19 TeilnehmerInnen haben sich am Samstag, 17.1. 2015 gemeinsam mit Mag. Celewicz dem Thema „Verbale Gewalt – Hintergründe und Auswege“ gewidmet. Nach einer Einstiegsrunde mit den Fragen „Mein positivstes Wort des Jahres 2014“ und „Mein negativstes Wort des Jahres 2014“ wurde der Blick darauf geworfen, wie unterschiedliche Organisationsformen (Kirche, Staat, Verein Selbstlaut) den Begriff Gewalt beschreiben. Eine fiktive Geschichte aus einer Pfarrgemeinderatssitzung bot den Einstieg in die „gewaltfreie Kommunikation“ nach M. Rosenberg. Wie kann ich mit verbaler Gewalt umgehen bzw. daraus aussteigen? Das gelingt, wenn  ich mir bewusst werde, welches Bedürfniss ich habe und indem ich erfrage, welches Bedürfnis und Anliegen meine GesprächspartnerInnen haben. Zum Abschluss sammelten wir 13 Punkte, die in Sitzungen hilfreich sein können, um verbale Gewalt zu reduzieren. Deutlich wurde, dass Stress und Druck mitbeteiligt sind, wenn Menschen nicht (mehr) zu Wort kommen, man einander nicht ausreden lässt oder man einander nicht zuhört. So sind gut vorbereite und strukturierte Sitzungen mit einer Moderation und einem Zeitplan hilfreich für einen guten Sitzungsverlauf. Auch die Entscheidung, Entscheidungen nicht „durchzupeitschen“, sondern mehr Zeit zum Diskutieren zu einem anderen Zeitpunkt zu geben („Mut zur Verlangsamung“), fördert einen achtsamen und respektvollen Umgang. Einen solchen Umgang fördert auch die Möglichkeit, sich bereits eine halbe Stunde vor Sitzungsbeginn zu einem gemeinsamen Essen zu treffen. Der Nachmittag wurde zum Erfahrungs- und Informationsaustausch genützt. Eine Liturgie bildete den Abschluss des gelungenen Fachtages.

 

Eindrücke des Fachtages finden Sie hier

 

 

 

Stabsstelle für Missbrauchs- und Gewaltprävention, Kinder- und Jugendschutz
Stabsstelle für Missbrauchs- und Gewaltprävention, Kinder- und Jugendschutz
Stephansplatz 6/5/515
1010 Wien

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