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Auf Wallfahrt mit Kindern und Jugendlichen

Bausteine zum Unterwegssein mit Gruppen
Kurzinhalt:

Bausteine zum Unterwegssein mit Gruppen

Erschienen im Movi #1 (01/2017)



Beschreibung:

Losgehen

Was lass ich da, was trag ich mit?

Du begrüßt die Wallfahrer/innen und schickst sie mit einer kleinen Aufgabe in die Umgebung: jede/r soll einen Stein finden, der für das steht, was ihn/sie belastet, z.B. Stress in der Schule, Streit zu Hause… Dann geht ihr los. Dabei kann jede/r darüber nachdenken, wofür dieser Stein steht. Irgendwo unterwegs, an einem guten Platz, lässt jede/r seinen Stein zurück.

Dann sucht er/sie einen zweiten Gegenstand: einen Zapfen, einen kleinen Ast, ein Schneckenhaus, eine Blume… Dieser Gegenstand steht für etwas, was du bei dieser Wallfahrt im Herzen mittragen möchtest, also für etwas, das du Gott anvertrauen möchtest: ein Dank oder auch eine Bitte, ein Anliegen, für das du beten willst…

 

 

Mit dem Kreuz unterwegs

Ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir nicht einfach nur wandern, sondern dass wir auf Wallfahrt sind, ist ein Kreuz. Viele Pfarren haben ein Wallfahrtskreuz. Vielleicht könnt ihr das ausborgen?

Oder ihr bastelt unterwegs eines aus zwei Ästen und einem Stück Spagat. Vielleicht wollt ihr während des Gehens Blumen pflücken und daraus einen Kranz flechten, den ihr auf das Kreuz hängt?

Eine Anleitung findest du auf http://bit.ly/2kawOsj

 

Das Kreuz erinnert uns daran, dass wir mit Jesus unterwegs sind.

Macht bewusst Station bei Wegkreuzen oder Marterln. Vielleicht wollt ihr so einen Andachtsplatz am Weg auch mit Naturmaterialien selbst gestalten.

Nicht überall aber wird man eine lange Pause einlegen. Auch ein kurzer Stopp, ein Lied und/oder eine Trinkpause kann sehr erfrischend sein!

 

 

 

Mit allen Sinnen dabei

Geht ein Stück des Weges schweigend. So kann man bewusster wahrnehmen, wie vielfältig der Weg ist.

Es ist hilfreich, wenn du vorher ankündigst, wie lange ihr etwa in Stille geht und dass diese Zeit auch einen klaren Abschluss haben wird, z.B. durch einen kurzen Stopp bei einem Wegkreuz oder durch ein Lied.

  • Spüre den Boden, auf dem du gehst: die Erde, den Schotterweg, die Unebenheiten, weichen und harten Boden, Gras, Steine…
  • Wie ist die Temperatur? Spürst du die Sonne, den Wind? Wie fühlt sich das an?
  • Welche Pflanzen wachsen hier? Siehst du Spuren von Tieren? Die Schöpfung hat so viele Details, über die man staunen kann!
  • Nimm nicht nur die Umgebung, sondern auch dich selbst einige Zeit ganz bewusst wahr: Wie setze ich meine Füße auf? Gehe ich locker? Bin ich frisch oder müde? Gehe ich aufrecht oder leicht gebeugt? Was tut mir gerade weh? Die Schultern, die Beine, reibe ich mir gerade eine Blase?
  • Und die Gruppe: Mit wem bin ich unterwegs? Kenne ich schon alle gut? Wen möchte ich heute noch besser kennen lernen? Mit wem tue ich mir besonders schwer und warum? Probiere, im Stillen während des Gehens für diese Person zu beten!
     

 

Unterwegs beten

Unten findest du Gebetsideen zum Unterwegs-Sein als PDF zum Downloaden und Ausdrucken.

 

 

 

Bibelteilen zu Psalm 23, 1-4

Kopiere diesen Psalm (oder auch eine andere Bibelstelle), so dass jeweils für zwei Wallfahrer/innen ein Zettel da ist.

Jede/r sucht sich eine zweite Person, mit der er das nächste Wegstück gemeinsam geht und dabei austauscht. Zuerst aber liest jemand die Bibelstelle laut vor, ev. danach jemand anderer nochmals.

Du kannst ein paar Impulsfragen auf den Weg mitgeben, z. B.

  • Welcher Satz, welches Wort hat mich besonders angesprochen und warum?
  • Was bedeutet „Vertrauen“ für mich – in meinem Leben?
  • Gibt es Stationen auf meinem Lebensweg, wo das Vertrauen in Gott und Mensch enttäuscht oder besonders gestärkt wurde?
  • Wie würde ich so einen Psalm heute formulieren?

 

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.“

 

 

Ankommen

Wir haben es geschafft, wir sind am Ziel!

Geht beim Ankommen in die Kirche und gestaltet dort den Abschluss eurer Wallfahrt.

Wenn euer Ziel kein klassischer Wallfahrtsort ist, findet ihr sicher einen anderen passenden Platz.

 

Denkt hier am Ziel noch einmal an den Weg zurück. Was habt ihr erlebt? Wofür wollt ihr Gott danke sagen?

Denkt auch an die Anliegen, das ihr im Herzen mitgetragen habt und für die ihr beten wolltet.

Hier am Ziel ist der Platz, um das Symbol, das du dafür gefunden hast, abzulegen, z.B. beim Kreuz oder beim Marienaltar. Vertraue dein Anliegen Gott an! Du kannst dir sicher sein: Gott antwortet auf jedes Gebet! (Auch wenn seine Antwort nicht immer „Ja“ ist, sondern auch manchmal „Nein“ sein kann oder „Jetzt noch nicht!“)

Vielleicht wollt ihr diese Anliegen und Gebete vor einander aussprechen, vielleicht aber legt ihr die Gegenständer lieber schweigend hin.

Mit einem Vater unser, der Bitte um den Segen und einem Lied beschließt ihr eure Wallfahrt.

Jetzt ist Zeit zum Essen, Spielen usw.!

 

 

 

Weitere Impulsideen zum Pilgern mit Kindern und Jugendlichen findest du z.B. in den Behelfen „MIT_GOTT_ON_TOUR“ oder „iWalk“ der KJ Wien. Diese und weitere Bücher findest du in der Bibliothek der Jungen Kirche.

 

 


Organisatorische Tipps:

  • Gehe die Strecke vorher ab und achte darauf, wo gute Plätze für Pausen und Impulse sind.

  • Schreib dabei mit, wie lange du für die Wegabschnitte brauchst. So weißt du ab der ersten Pause, ob ihr gut in der Zeit liegt.

  • Als Faustregel gilt: mit einer Kindergruppe brauchst 1,5 mal so lange wie alleine, mit einer Gruppe Jugendlicher rechne mindestens 1/3 mehr Zeit dazu!

  • Mit Jugendlichen kannst du bis zu 25 km pro Tag planen. Kinder brauchen kürzere Strecken und mehr Pausen. Sie regenerieren sich in den Pausen aber schnell und haben bald wieder Energie zum Herumtoben und Spielen!

  • Pausen müssen lang genug sein, damit auch die, die als letzte ankommen, sich noch ausruhen können.

  • Ermutige die Stärkeren und Schnelleren, auf die Schwächeren zu achten! Es wandert sich viel leichter, wenn alle die Einstellung haben: Gemeinsam schaffen wir das!

  • Unterwegs zu singen oder im Gehen einen Rosenkranz (oder ein Gesätzchen davon) zu beten kann eine wirklich schöne Erfahrung sein!

  • Was jede/r dabei haben muss: Regenschutz, passende Schuhe, Wasserflasche, Verpflegung

  • Was du außerdem brauchst: Wanderkarte, Erste-Hilfe-Set, Blasenpflaster
     


 

Markus Aichelburg und Judith Werner

 

Downloads:

Hier findest Du den Abschnitt aus dem Psalm nochmals als PDF zum Downloaden und Ausdrucken!


Benötigtes Material:

Sonstiges:

Altersgruppe: 6 - 18 Jahre

Teilnehmer: 0 - 99


Wir sind für Dich da!

Du erreichst uns unter +43 (1) 51552 - 3393 oder junge.kirche@edw.or.at

 

Falls du bei uns persönlich vorbeikommen möchtest, bitten wir dich einen Termin dafür mit uns zu vereinbaren. 

Junge Kirche
Stephansplatz 6/6/618
1010 Wien

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