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23.01.2026

Was Sie über Erzbischof Josef Grünwidl vielleicht noch nicht wussten

In der langen Reihe der Wiener Oberhirten setzt Erzbischof Josef Grünwidl bemerkenswerte Akzente. Mehrere kirchengeschichtlich einzigartige Konstellationen prägen seine Biografie – stille, aber eindrucksvolle Premieren.

  • Er ist der erste (Erz-)Bischof Wiens, der in seinem frühen priesterlichen Dienst Sekretär des Wiener Erzbischofs war.
  • Er ist zugleich der erste Diözesanadministrator in der Geschichte der Erzdiözese Wien, der schließlich zum Bischof bzw. Erzbischof ernannt wurde – und ebenso der erste Bischofsvikar, der an die Spitze der Erzdiözese berufen wurde.
  • Er ist der erste Erzbischof, der aus der konkreten Pfarr- und Jugendseelsorge kommt und mehrere Jahre den Vorsitz des Priesterrates führte.
  • Musikalisch geprägt steht er in einer seltenen Tradition: Seit Georg von Slatkonia, dem ersten in Wien residierenden Bischof, ist er der zweite Musiker auf dem Wiener Bischofsstuhl.
  • Mit ihm steht erst zum zweiten Mal ein gebürtiger Weinviertler an der Spitze der Erzdiözese Wien.
  • Und selbst äußerlich schreibt er Geschichte: Als erster seit Fürstbischof Emerich Sinelli (1680–1685) beendet er eine mehr als 340-jährige Phase bartloser Wiener Bischöfe.