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19.01.2017
80. Kurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter abgeschlossen

„Einfach da sein“ – Wissen und Haltung für die Begleitung am Lebensende und bei Demenz

Schwesterngemeinschaft der Caritas Socialis erfreut über große Nachfrage nach Ausbildung für Sterbe- und Trauerbegleitung.

Die Caritas Socialis freut sich über den bereits 80. abgeschlossenen Kurs für  ehrenamtliche Hospizbegleiter. 26 Teilnehmer schlossen dieser Tage die Basisausbildung für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung ab, wie die Caritas Socialis in einer Aussendung mitteilte. Die Kurse werden im Wiener Kardinal-König-Haus, dem Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas, angeboten. Der Kurs entspricht den Standards des Dachverbands Hospiz Österreich für die Befähigung von ehrenamtlichen Hospizbegleitern.

 

Gegründet wurden die Kurse von der Hospiz-Pionierin Sr. Hildegard Teuschl von der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. In der Nachfolge von Teuschl ist seit vielen Jahren Sr. Karin Weiler für die Kurse verantwortlich. Sie zeigte sich in der Aussendung erfreut über die große Nachfrage und Akzeptanz für die Kurse, unterstrich zugleich aber auch die Notwendigkeit für gut ausgebildete Hospiz-Mitarbeiter.

 

"Wir wissen ziemlich genau, was wir am Ende des Lebens oder bei schwerer Krankheit wollen: Im eigenen Umfeld sein und jemanden haben, der bei uns bleibt, der zuhört, aushält, mitträgt", so Weiler. Der Ausbau von Hospiz- und Pflegediensten sei dazu wichtig. Aber es brauche nicht nur Strukturen, "sondern vor allem Menschen, die sie mit Leben erfüllen". Neben hauptberuflich Pflegenden seien das vor allem Ehrenamtliche, die in Hospizteams, Pflegeheimen und neuerdings auch in Krankenhäusern "einfach da sind".

 

Inhalte der Kurse im Kardinal-König-Haus sind u.a. die Selbstreflexion in Bezug auf Krankheit, Sterben, Tod und Trauer, die Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Rolle im Kontext der Hospizbegleitung und Sensibilität in Kommunikation und Begleitung am Lebensende. Grundkenntnisse zu den Themen Schmerz, Trauer, Demenz, zu ethischen, rechtlichen und spirituellen Aspekten der Begleitung werden ebenfalls erarbeitet. Auch der Respekt vor anderen Religionen, Weltanschauungen und Jenseitsvorstellungen wird großgeschrieben. Im Anschluss an den Kurs absolvieren die Absolventen ein Praktikum in einer Hospiz-Einrichtung ihrer Wahl.

 

Der nächste Kurs im Kardinal-König-Haus startet im Februar.