Im Zeichen des Dankes für das verdienstvolle Wirken von Prälat Christoph Kühn für die Beziehungen zwischen Österreich und dem Zentrum der Weltkirche stand die offizielle Verabschiedung des Vatikan-Diplomaten am Freitag, 7. September 2012, in der Wiener Nuntiatur. Der Stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Egon Kapellari, würdigte dabei Kühns weltkirchlichen Dienst seit 2001 als Leiter der Abteilung für die deutschsprachigen Länder im vatikanischen Staatssekretariat und dann ab 2008 als Nuntiaturrat in Wien. Höhepunkte in dieser Zeit waren der Mitteleuropäische Katholikentag im Jahr 2004 und der Besuch von Papst Benedikt XVI. vor genau fünf Jahren in Österreich.
Zuvor hatte Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen seinem engsten Mitarbeiter in der Wiener Nuntiatur für "das fachkundige und kompetente Engagement und Interesse" gedankt und gleichzeitig zur Ernennung zum Domkapitular in der Diözese Eichstätt gratuliert. Prälat Kühn betonte in seinen Dankesworten "die enge Verbundenheit des österreichischen Staatsoberhauptes mit der Nuntiatur", die im internationalen Vergleich außergewöhnlich sei. "Österreich ist mir ans Herz gewachsen und ein Stück Heimat geworden", sagte Kühn. An der Feier in der Nuntiatur nahmen zahlreiche Amtsträger aus Diplomatie, Politik und Kirche teil, unter ihnen die Diözesanbischöfe Klaus Küng, Ludwig Schwarz, Ägidius Zsifkovics sowie Weihbischof Franz Lackner und Diözesanadministrator Benno Elbs.
Seit 1. September ist der 48-Jährige Prälat Kühn als Domkapitular für den Bereich Weltkirche in der bayerischen Diözese Eichstätt verantwortlich, wo er 1990 zum Priester geweiht wurde. Nach seiner Promotion im Kirchenrecht in Rom und einer Spezialausbildung an der Päpstlichen Diplomatenakademie trat er 1997 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Zunächst wurde er in die südafrikanischen Länder Zimbabwe, Sambia und Malawi entsandt. Von 2001 bis 2008 leitete er die deutschsprachige Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat und trat danach ab 1. Juli 2008 seinen Dienst in der Wiener Nuntiatur an.
Für seine Arbeit an der Nahtstelle zwischen Staat und Kirche erhielt Kühn zahlreiche Auszeichnungen, so etwa das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.