Der österreichische Redemptoristenpater Martin Leitgöb ist neuer Seelsorger der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Prag. Die Gemeinde wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet und setzt sich hauptsächlich aus Familien und Einzelpersonen zusammen, die aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen, aber aus beruflichen Gründen in der tschechischen Hauptstadt leben. Außerdem ist die Gemeinde auch Anlaufstelle für deutschsprachige tschechische Staatsbürger.
Die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in der Kirche "Sankt Johannes Nepomuk am Felsen" auf dem Karlsplatz in der Prager Neustadt. Dort fand auch am Sonntag, 9. September 2012, die Einführung Leitgöbs in sein neues Amt statt. Der Leiter des Katholischen Auslandssekretariats der Deutschen Bischofskonferenz, Peter Lang, betonte in seiner Predigt die missionarische Bedeutung der Auslandsseelsorge und das missionarische Engagement der Ordensgemeinschaft der Redemptoristen, welcher Leitgöb angehört.
Zusammen mit der Aufgabe des Seelsorgers für die deutschsprachigen Katholiken in Prag wurde Pater Leitgöb auch das Amt des Rektors der Kirche "Sankt Johannes Nepomuk am Felsen" übertragen.
Die Stelle des deutschsprachigen Gemeindeseelsorgers wurde in den vergangenen zwei Jahren vom Kölner Priester Winfried Pilz wahrgenommen, der aus Alters- und Gesundheitsgründen aus dem Amt schied.
Martin Leitgöb wurde 1972 in Eggenburg in Niederösterreich geboren. Er studierte in Wien, Innsbruck und Rom Theologie und Kirchengeschichte, promovierte 2002 zum Doktor der Theologie und trat im selben Jahr der Ordensgemeinschaft der Redemptoristen bei. 2007 wurde er von Kardinal Christoph Schönborn in Wien zum Priester geweiht. Zuletzt war er als Seelsorger in der Wiener Innenstadtkirche Maria am Gestade tätig. In Prag hat Pater Martin Leitgöb auch seelsorgliche Aufgaben an der Kirche St. Kajetan, die der Ordensgemeinschaft der Redemptoristen gehört, übernommen. Daneben arbeitet er als Buchautor und Verfasser von wissenschaftlichen Beiträgen im Bereich der Kirchengeschichte.