Gesundheitsminister Alois Stöger hat die Leistungen der österreichischen Ordenskrankenhäuser für die heimische Gesundheitsversorgung gewürdigt. Sie seien ein zentraler Teil der medizinischen Gesamtversorgung. Die Ordensspitäler zeichneten sich durch exzellente Arbeit aus und er stehe für eine Vielfalt an Anbietern von Gesundheitsleistungen, so der Minister. Zudem sei Konkurrenz durchaus positiv zu sehen.
Stöger äußerte sich am Freitag, 14. September 2012, im Rahmen eines Besuchs in der neuen Tagesklinik im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien-Gumpendorf. Im ersten Jahr des Bestehens konnten in der Klinik bereits 1.000 orthopädische und plastisch chirurgische Operationen durchgeführt werden.
Im Vergleich zu den sonst dreitägigen stationären Aufenthalten bringe die Tagesklinik auch eine Kostenreduktion mit sich, berichteten Thomas Pavek, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, und Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. Zugleich seien die Patienten mit dem neuen Angebot des Krankenhauses höchst zufrieden. Die Tagesklinik entspreche dem Wunsch der meisten Patienten nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt.
Heinisch machte Stöger auch auf den zunehmenden Fachpersonalmangel im Pflegebereich aufmerksam. Während die Situation in Wien noch bewältigbar ist, sei es im ländlichen Bereich äußert schwierig, noch genügend gut ausgebildetes Personal zu finden.
Insgesamt erbringen die 30 österreichischen Ordensspitäler rund 20 Prozent der heimischen Krankenhausleistungen. Damit wird jeder Fünfte Patient in einem Ordensspital betreut. Die Ordensspitäler sind gemeinnützig und arbeiten im öffentlichen Auftrag.