Montag 12. Januar 2026
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Gute Ergebnisse für "Schelhammer & Schattera"

(11.07.2012) Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise konnte das Bankhaus im Jahr 2011 gute Ergebnisse erzielen.

Das "Bankhaus Schelhammer & Schattera" trotzt weiterhin der Wirtschafts- und Finanzkrise. Nach einem "Krisenjahr für die gesamte Finanzwirtschaft 2011" zeige sich das Geldinstitut im ersten Halbjahr 2012 auf gutem Weg, berichtete Vorstandsvorsitzender Michael Martinek bei einem Pressegespräch am Dienstag, 11. Juli 2012, in Wien. Insgesamt habe man im Vorjahr im Kundengeschäft "sehr erfolgreich agiert", das Betriebsergebnis konnte von 5,2 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 6,9 Millionen Euro gesteigert werden. Allerdings mache sich ein Wertberichtigungsbedarf insbesondere im Wertpapierbereich bemerkbar; der Jahresgewinn nach Abzug der Steuern habe sich so auf rund 2,5 Millionen Euro reduziert.

 

Wiens älteste Privatbank

Wiens älteste Privatbank, gegründet 1832, gehört zu 85 Prozent Institutionen der katholischen Kirche in Österreich sowie zu 15 Prozent privaten österreichischen Aktionären. Die Bilanzsumme der Bank belief sich 2011 auf rund 726 Millionen Euro. Die Eigenmittelausstattung der "Bankhaus Schelhammer & Schattera AG" habe 2011 weiter gesteigert werden können und "beträgt bei einer Eigenmittelquote von 27,3 Prozent mehr als das Dreifache des gesetzlich geforderten Mindesteigenmittelerfordernisses", hob Martinek hervor.

 

Ethik-Schiene wird ausgebaut

Im ersten Halbjahr 2012 liegt laut "Schelhammer & Schattera" das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit rund 3,2 Millionen Euro über jenem des Vorjahreszeitraums. "Aus heutiger Sicht ist für das Gesamtjahr 2012 beim EGT mit einem etwa 20-prozentigen Plus gegenüber dem Vorjahr zu rechnen - somit über fünf Millionen Euro", hieß es.

Generelles Prinzip des Bankhauses ist "die Ausrichtung auf ethisch-nachhaltige Orientierung". So hat die Bank vor rund eineinhalb Jahren ein Ethik-Sparbuch eingeführt und will sukzessive weitere entsprechende Produkte auf den Markt bringen. Seit Sommer etwa gibt es eine "ethische Termineinlage, die sich insbesondere an Unternehmen und institutionelle Investoren richtet". Die Bank hat sich zur Veranlagung von Geldern strenge Kriterien gesetzt und geht dabei auch nach den Richtlinien der Österreichischen Bischofskonferenz vor.

 

Klarer Geschäftsauftrag

Den Anteil ethisch verwalteter Gelder habe man 2012 bereits "weiter deutlich steigern" können. Das "Ethik-Volumen" belaufe sich derzeit rund 485 Millionen Euro; somit sei es im ersten Halbjahr 2012 um mehr als 50 Millionen Euro gewachsen.

Generell sei der Markt ethisch-nachhaltiger Anlageprodukte in Österreich noch klein und beträgt laut Martinek drei bis fünf Prozent "vom Gesamtanlageuniversum". Das Bankhaus mit einem Marktanteil "zwischen 15 und 20 Prozent von ethisch-nachhaltigem Universum" sieht sich als "Pionier und Schrittmacher" im Land. Der ethisch-nachhaltige Aspekt sei "klarer Geschäftsauftrag"; nicht ethisch-orientierte Anlagen biete man nur an, wenn der Kunde die ethische Variante ausdrücklich nicht will.

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