Das Musical "Sister Act" erzählt die Geschichte der zielstrebigen, aber nicht besonders erfolgreichen Sängerin Deloris van Cartier. Als sie Zeugin eines Mordes wird, nimmt sie die Polizei in Schutzhaft und bringt sie in ein Kloster. Mit dem musikalischen Talent motiviert sie die Schwestern, nimmt sich des Chores an und verhilft ihnen zu stimmlicher Entwicklung.
Michael Schönborn mimt in "Sister Act" Monsignore O’Hara, den Priester im Kloster. Für den seit mehr als drei Jahrzehnten aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler stellt die Rolle eine Novität dar, denn sie verbindet gesprochenes Wort mit gesungenem, wie er gegenüber Erzdiözese-Wien.at bestätigt: "In erster Linie ist Monsignore O’Hara eine Schauspielerfigur, er hat zwar keinen eigenen Song, singt aber auch im Chor der Schwestern mit." Neuland für den Schauspieler stellt vor allem die Kombination von Singen und Tanzen dar, "das ist für mich eine echte Herausforderung", bestätigt Michael Schönborn. "Es ist eine herrliche Show mit allen Zutaten, guter Musik, spannend, lustig und zeigt unglaubliche Gefühle und Herzschmerz", freut sich Michael Schönborn auf die Bühnenherausforderung.
Tägliche Probenarbeit im Ronacher, damit alles passt bis zur Premiere von "Sister Act" am 15. September beschreiben die Arbeit des Schauspielers. Mittlerweile hat das ganze Musicalteam vom Proberaum auf die Bühne gewechselt. Neben Michael Schönborn spielt im Wiener Musicaltheater Ana Milva Gomes die Rolle der Deloris van Cartier, Drew Sarich mimt Mafioso Curtis Shank und Dagmar Hellberg steht als Mutter Oberin auf der Bühne.
Der in Österreich geborene Schauspieler Michael Schönborn absolvierte seine Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule. Er spielte unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Thalia Theater, den Hamburger Kammerspielen, dem Theater Basel und war zuletzt am Berliner Theater am Kurfürstendamm zu sehen. Bekannt ist er vor allem durch seine Rollen im Fernsehen, etwa in der Produktion "Komm süßer Tod", einer Verfilmung eines Krimis von Wolf Haas. Vor allem die Rollen von "Bösewichten" interessieren Michael Schönborn, "das ist für einen Schauspieler immer ein lustiges Futter, die guten sind für einen Schauspieler relativ fad zu spielen", unterstreicht er.
Seine Mutter zeigt sich ob der Tatsache, dass Michael Schönborn oft "Bösewichte" spielt nicht so sehr begeistert, wie er augenzwinkernd zugibt: "Sie ist natürlich stolz auf meine berufliche Herausforderung, aber sie hat es natürlich lieber, wenn ich lustige Rollen mime und mag es nicht so sehr, wenn ich die bösen Mörder spiele." In seiner jüngsten Fernsehrolle hatte Michael Schönborn einen Sohn gespielt, der seine Mutter ins Altersheim bringt: "Dann hat meine Mutter gleich angerufen und gesagt, aber geh, das du immer so schreckliche Sachen spielen musst", erinnert er sich in humorvoller Weise an den leichten Tadel von Mutter Elonore Schönborn.
Mehr als 20-mal mimte Michael Schönborn bereits Geistliche in Film und Fernsehen. Holt er sich diesbezüglich Ratschläge bei seinem Bruder Christoph, dem Wiener Erzbischof? "Ich habe schon immer wieder Fragen", meint er. Umgekehrt fasziniert Michael Schönborn "die authentische Art und Weise des Auftritts" seines Bruders in seiner bischöflichen Aufgabe.