Mittwoch 7. Januar 2026
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Kardinal Schönborn beeindruckt vom Weltjugendtag

(21.08.2011) "Einfach beeindruckt" von der großen Anzahl der Teilnehmer am katholischen Weltjugendtag in Madrid ist Kardinal Christoph Schönborn.

"Hier ist eine unübersehbare Menge an jungen Menschen. Niemand wurde hierher gezwungen, sondern sie kommen, weil es ihnen wertvoll und wichtig ist", sagte der Wiener Erzbischof am Sonntag, 21. August 2011, zum Abschluß des Weltjugendtages.

 

"Freude am vertiefenden Austausch über den Glauben

Für viele Teilnehmer sei der Weltjugendtag ein "starkes, lebensprägendes Ereignis", erinnerte Kardinal Schönborn im Gespräch mit „Kathpress“. Das Jugendtreffen sei geprägt gewesen von einer "Freude am vertiefenden Austausch über den Glauben und der Freude am Miteinandersein". Die jungen Katholiken seien nicht wegen einer "Party" nach Madrid gekommen, stellte der Kardinal auf Nachfrage hin klar. "Der Spaß ist überschaubar, aber die Freude ist spürbar."

 

Zentrale Botschaft des Weltjugendtags sei die Lebendigkeit des Glaubens und die gemeinsame Ausrichtung auf Christus. "Heute gläubig zu sein, ist nicht eine völlig altmodische und vergangene Option, sondern eine echte lebenswerte und liebenswerte Alternative", sagte Kardinal Schönborn.

Große Begeisterung für Papst Benedikt XVI.
 

Fast schon überrascht habe ihn die große Begeisterung der Jugendlichen für Papst Benedikt XVI. Obwohl er als Persönlichkeit "doch sehr anders" sei, habe der Papst die Anziehungskraft auf die Jugendlichen von seinem Vorgänger Johannes Paul II. übernommen. "Die Freude über ihn ist unter den Jugendlichen sehr stark spürbar, er wird einfach geschätzt."

 

Vom Madrider Jugendtreffen in besonderer Erinnerung bleiben würden ihm die Feiern in "Cuatro Vientos" und die Katechesen, sagte Kardinal Schönborn. Obwohl der Weltjugendtag für sie auch mit großen Strapazen verbunden sei, hätten sich die Jugendlichen an den Katechesen "aufmerksam und mit großer Lebendigkeit" beteiligt. "Jugendlichen bei einer französischen Katechese habe ich deswegen gesagt: Eigentlich evangelisiert ihr Jugendlichen uns Bischöfe, und zwar mit dem Beispiel, das ihr gebt, durch den Einsatz mit dem ihr am Weltjugendtag teilnehmt“, so Kardinal Schönborn.

 

Der Kardinal erinnerte zudem an die Eucharistische Anbetung im Rahmen der Gebetswache mit dem Papst am Samstagabend. "Trotz des gewaltigen Unwetters kam es dann zu dieser sehr berührenden stillen Anbetung; eine riesige Menge junger Menschen, die konzentriert auf Christus und gemeinsam mit dem Papst in Anbetung waren."

 

Dank an Österreicher

Mehr als 2.600 Österreicher hatten in den vergangenen Tagen am Jugendtreffen teilgenommen. Beim Österreich-Treffen sei auch spürbar gewesen, dass die verschiedenen Jugendgruppierungen der katholischen Kirche in Österreicher heute stärker zusammenstehen, sagte Kardinal Schönborn. Früher habe es eine deutliche Opposition zwischen Katholischer Jugend, "Movimenti" und katholischen farbtragenden Studenten gegeben. "Ich habe den Eindruck, die rücken alle viel mehr zusammen, verstehen sich besser und halten wirklich zusammen."

 

"Unverhältnismäßige" Berichterstattung

Deutliche Kritik übte Kardinal Schönborn im „Kathpress“-Interview an der Medienberichterstattung zum Großereignis. Angesichts der mehr als eine Million Weltjugendtagsbesucher aus aller Welt sei es "grotesk", wenn in Medien laufend fast ausschließlich über die Proteste in Madrid berichtet werde. Ein Polizist habe ihm in Madrid berichtet, dass rund 1.000 Menschen demonstriert hätten, von denen viele zudem gar keine Spanier gewesen seien. "Vielleicht waren es auch mehr, aber jede einzelne meiner Katechesen haben mehr als tausend Jugendliche besucht - und es gab hunderte Katechesen in diesen Tagen durch Bischöfe aus der ganzen Welt." Eine kritische Betrachtung der Berichterstattung sei "höchst angebracht", so Kardinal Schönborn: "Durch die Unverhältnismäßigkeit in den Medienberichten wird die Öffentlichkeit hinters Licht geführt."

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