Die österreichische Firma Wiesenthal & Co AG erklärte sich bereit ein Fahrzeug zu sponsern, das nun am Mittwoch, 20. Juli 2011, dem Rehabilitationszentrum des Malteser Ritterorderns in Kien Khleang von Botschafter Peterlik übergeben werden konnte.
Dank neuer Medikamente konnten inzwischen entscheidende Fortschritte im Kampf gegen Lepra erzielt werden. Allein 2010 konnten 250 Personen in der Klinik Kein Khleang erfolgreich geheilt werden, 360 Patienten haben eine Physiotherapie gemacht und 114 Personen wurden chirurgisch rehabilitiert.
Die Fahrzeugspende der österreichischen Firma Wiesenthal & Co AG ist auch im Zusammenhang mit dem von 28. November bis 2. Dezember 2011 in Kambodscha stattfindenden 3. Treffen der Vertragsstaaten der Ottawa Konvention zur Ächtung von Antipersonen-Minen in Phnom Penh zu verstehen. Da die 1999 in Kraft getretene "Ottawa-Konvention" im Wesentlichen auf einem österreichischen Entwurf basiert, hat sich Wiesenthal & Co AG entschlossen, angesichts dieses wichtigen Treffens im Jahr 2011 ein Sozialprojekt zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Leprakranken in Kambodscha zu unterstützen und flankiert damit die von der österreichischen Außenpolitik unterstützen Programme zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern in Kambodscha.
Der Großteil der am stärksten unter der Minenplage leidenden Staaten wie Afghanistan, Angola, Kambodscha, Mozambique, Bosnien-Herzegowina und Nicaragua sind der Konvention beigetreten. Österreich verfügt seit 1998 über ein Minenaktionsprogramm für die Minenräumung, die Ausbildung zur Entminung sowie für Programme zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern. Allein im Jahr 2008 wurden Projekte im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro finanziert.