Samstag 3. Januar 2026
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Lepra-Programm in Kambodscha unterstützt

(21.07.2011) Die Malteser betreuen das Lepraprogramm in Kambodscha. Endlich konnte ein Spender gefunden werden, um dringend benötigte Fahrzeuge anzuschaffen.

Seit langem bildet die Leprahilfe einen der Schwerpunkte der Arbeit des Souveränen Malteser Ritterordens in der Dritten Welt. So betreut der Orden auch das Lepraprogramm in Kambodscha. Leprakranke werden in Kambodscha immer noch stark diskriminiert und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Um die Kranken in den Dörfern zu besuchen und um sie von den Dörfern zur Behandlung in das vom Malteser Ritterorden in Phnom Penh betriebene Leprazentrum zu bringen, wurde dringend ein verlässliches Fahrzeug benötigt. Nach einem ersten Besuch im Rehabilitationszentrum des Malteser Ritterordens in Kien Khleang, nahe Phnom Penh, bemühte sich der österreichische Botschafter in Kambodscha, Johannes Peterlik, seit 2010 einen Sponsor für das dringend benötigte Fahrzeug zu finden.

 

Fahrzeug übergeben

Die österreichische Firma Wiesenthal & Co AG erklärte sich bereit ein Fahrzeug zu sponsern, das nun am Mittwoch, 20. Juli 2011, dem Rehabilitationszentrum des Malteser Ritterorderns in Kien Khleang von Botschafter Peterlik übergeben werden konnte.

Dank neuer Medikamente konnten inzwischen entscheidende Fortschritte im Kampf gegen Lepra erzielt werden. Allein 2010 konnten 250 Personen in der Klinik Kein Khleang erfolgreich geheilt werden, 360 Patienten haben eine Physiotherapie gemacht und 114 Personen wurden chirurgisch rehabilitiert.

 

Konvention zur Ächtung von Antipersonen-Minen

Die Fahrzeugspende der österreichischen Firma Wiesenthal & Co AG ist auch im Zusammenhang mit dem von 28. November bis 2. Dezember 2011 in Kambodscha stattfindenden 3. Treffen der Vertragsstaaten der Ottawa Konvention zur Ächtung von Antipersonen-Minen in Phnom Penh zu verstehen. Da die 1999 in Kraft getretene "Ottawa-Konvention" im Wesentlichen auf einem österreichischen Entwurf basiert, hat sich Wiesenthal & Co AG entschlossen, angesichts dieses wichtigen Treffens im Jahr 2011 ein Sozialprojekt zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Leprakranken in Kambodscha zu unterstützen und flankiert damit die von der österreichischen Außenpolitik unterstützen Programme zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern in Kambodscha.

 

Programm zur Minenräumung

Der Großteil der am stärksten unter der Minenplage leidenden Staaten wie Afghanistan, Angola, Kambodscha, Mozambique, Bosnien-Herzegowina und Nicaragua sind der Konvention beigetreten. Österreich verfügt seit 1998 über ein Minenaktionsprogramm für die Minenräumung, die Ausbildung zur Entminung sowie für Programme zur Bewusstseinsbildung und Rehabilitation von Minenopfern. Allein im Jahr 2008 wurden Projekte im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro finanziert.

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