Der Zisterziensermönch Maximilian Heim wird am Ostermontag, 25. April 2011, als 68. Abt des Stiftes Heiligenkreuz die Abtsbenediktion empfangen. Er wurde am 10. Februar zum Nachfolger von Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck gewählt.
Festgottesdienst in der Abteikirche
Hauptzelebrant des Festgottesdienstes um 15.00 Uhr in der Heiligenkreuzer Abteikirche wird Kardinal Christoph Schönborn sein. Die "Abtweihe", die feierliche Segnung des neuen Abtes, wird der Generalabt des Zisterzienserordens, Dom Mauro Lepori, erteilen.
"Wir freuen uns, dass wir wieder einen guten Abt aus der Harmonie heraus gewählt haben, der schon mit neuen Ideen und Initiativen unser Kloster leitet", sagt Pater Karl Wallner, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Stiftes zuständig ist.
Große Zahl an Anmeldungen
Die große Zahl an Anmeldungen zur Abtsbenediktion stelle das Kloster zwar vor organisatorische Herausforderungen, aber "wir werden dies mit der Hilfe aller Mitbrüder, die den Ordnerdienst übernehmen, gut bewältigen", ist Pater Karl überzeugt. Es wird der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, am feierlichen Gottesdienst teilnehmen. Weiters haben sich auch 11 Erzbischöfe und Bischöfe, 31 Äbte und Äbtissinnen angemeldet, darunter auch der Bamberger Erzbischof und Bischof der Heimatdiözese Heims, Ludwig Schick, sowie der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck.
Alle Informationen auf der Stiftshomepage
"Wir konnten den Papstbesuch 2007 schon so gut bewältigen, weil es das Internet gibt", betont Pater Karl im Gespräch mit Radio Stephansdom. Allen, die nach Heiligenkreuz kommen wollen oder sich schon angemeldet haben, ersucht der Zisterzienserpater, dringend die Homepage www.stift-heiligenkreuz.org zu beachten, auf der alle Informationen bekannt gegeben werden. Darauf wird auch stehen, ob es noch einen Platz in der Kirche gibt. Die Organisatoren möchten verhindern, dass jemand enttäuscht ist, weil er keinen Sitzplatz mehr bekommt oder sogar im Freien stehen muss.
Ein großes Glaubensfest
Es werde ein Glaubensfest und ein Tag der Begegnung sein, erklärt Pater Karl. "Wir sehen aus den Reaktionen, dass wir sehr viele Freunde haben. Viele Menschen schauen auf Heiligenkreuz, kommen zu uns und beten für uns. So wird der 25. April ein Tag des gemeinsamen Gebets sein." Und er fügt hinzu: "Wir haben mit der Hochschule, mit der Priesterausbildung von zurzeit 120 Priesterstudenten eine große Aufgabe der Kirche zugewiesen bekommen. Das zeigt sich auch, indem der Apostolische Nuntius kommt und angekündigt ist, dass er ein Grußwort des Heiligen Vaters sprechen wird."
Vor dem Gottesdienst gibt es ein geistliches Vorprogramm. "Ab 14.00 Uhr werden wir nicht nur den Rosenkranz beten, sondern noch einmal die Ansprache des Heiligen Vaters vom 9. September 2007 hörbar machen. Hier sagte Papst Benedikt, was er sich von Klöstern und Mönchen im 21. Jahrhundert erwartet", so Pater Karl Wallner.
Nur eines inmitten der vielen lebendigen Klöster
Was ihn besonders freue, sei, dass so viele Äbte und andere Ordensleute kommen. "Das ist auch ein Hinweis, dass Heiligenkreuz nicht etwas Abgehobenes und Getrenntes von den anderen Klöstern ist", so der Zisterzienserpater. "Es gibt in Österreich 32 alte Stifte. Wir haben es immer so verstanden, dass wir eines dieser alten Klöster sind, vielleicht ein wenig hervorgehoben. Wir wollen aber mit unserer ganzen Öffentlichkeitsarbeit immer den Menschen zeigen: 'Schaut, alle unsere Klöster leben, alle haben ihre Berufungen, in allen wird gebetet und alle sind geistliche Oasen.'"