Samstag 17. Januar 2026
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Papstbotschaft zur Fastenzeit: "Besitzgier bringt Gewalt und Tod"

(22.02.2011) Fasten hat für Christen "nichts mit Ichbezogenheit" zu tun. Der Verzicht ist für Christen Übung, um Blick auf die Bedürfnisse anderer Menschen zu richten, so Papst Benedikt XVI.

"Die Besitzgier bringt Gewalt, Missbrauch und Tod hervor": Mit diesen Worten hat Papst Benedikt XVI. in seiner am Dienstag, 22. Februar 2011, veröffentlichten Botschaft zur Fastenzeit 2011 an die Wichtigkeit des Teilens erinnert. Er rief zum Fasten, Almosengeben und Beten in der am Mittwoch, 9. März 2011, beginnenden Fastenzeit auf.

 

Egoismus überwinden und Nächstenliebe praktizieren

Die Katholiken sollten Verzicht üben, Egoismus überwinden und Nächstenliebe praktizieren. Das Fasten habe für den Christen "nichts mit einer Ichbezogenheit" zu tun. Indem der Christ den Verzicht auf sich nehme, lerne er, den Blick auf die Bedürfnisse anderer Menschen zu richten und im Angesicht der Mitmenschen Gott zu erkennen, betonte der Papst. So habe die Praxis des Fastens, die unterschiedlich begründet sein könne, einen tief religiösen Sinn für Christen.

Die "Vergötterung der Güter" entferne den Menschen von anderen und mache ihn unglücklich. Sie wecke falsche Hoffnungen, wenn sie "die materiellen Dinge an die Stelle Gottes" setze. Durch die Habsucht nach Geld werde "die Vorrangstellung Gottes in unserem Leben gefährdet", erklärte Benedikt XVI. Die "Übung des Almosengebens" sei "ein Aufruf, Gott den Vorrang zu geben und dem anderen gegenüber aufmerksam zu sein", um Gott neu zu entdecken und sein Erbarmen zu empfangen.

 

Zeit für Gebet

Die Gläubigen sollten in der Fastenzeit die "kostbare und unersetzbare Form des Gebets" kennenlernen, wenn sie die für diese Periode vorgesehenen Bibeltexte betrachteten, so der Papst. Wer sich im Gebet Zeit für Gott nehme, könne - im Blick auf das ewige Leben - eine neue Auffassung von Zeit gewinnen. Die Fastenzeit sei weiters eine geeignete Zeit, um "unsere Schwachheit einzugestehen" und nach einer "ehrlichen Prüfung unseres Lebens die erneuernde Gnade des Sakramentes der Versöhnung zu empfangen sowie entschieden auf Christus zuzugehen".

Der Papst rief die Gläubigen dazu auf, in der Fastenzeit über die Bedeutung der Taufe nachzudenken. Diese sei kein Ritus der Vergangenheit, sondern die Begegnung mit Christus, die den Menschen zur aufrichtigen Umkehr rufe. Die Tatsache, dass man die Taufe in den meisten Fällen als Kind empfängt, mache deutlich, dass es sich um ein Geschenk Gottes handelt; keiner verdiene sich das ewige Leben aus eigener Kraft heraus.

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