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Serbisch-orthodoxer Bischof bedankt sich für Neulerchenfeld

(26.01.2011) "Eine Bestätigung des zwischenkirchlichen Verständnisses" nannte der serbisch-orthodoxe Bischof Konstantin die Schenkung der Kirche Neulerchenfeld.

"Dieses Geschenk ist eine Geste der Bestätigung dafür, dass in Wien großes zwischenkirchliches Verständnis herrscht": Dies betonte der serbisch-orthodoxe Bischof für Mitteleuropa, Konstantin (Djokic), im Hinblick auf die am 11. Jänner unterzeichnete Absichtserklärung der Erzdiözese Wien über die Schenkung der Pfarrkirche Neulerchenfeld im 16. Bezirk an die serbisch-orthodoxe Kirche. Die Erzdiözese Wien wird dieses Gotteshaus im Frühsommer an die serbisch-orthodoxe Kirche übergeben.

 

Bischof Konstantin hielt sich in den letzten Tagen in Wien auf und feierte am Sonntag, 23. Jänner 2011, in der St. Sava-Kirche im 3. Bezirk die Liturgie zum Tag des Heiligen Sava. Er unterstrich seine Dankbarkeit für das "Geschenk". Er erinnerte daran, dass die Erzdiözese Wien auch beim Kauf der jetzigen serbisch-orthodoxen Kirche zur "Auferstehung des Herrn" im 2. Bezirk (einer einstigen Straßenbahn-Remise) die Orthodoxen unterstützt hat.

 

Wiener Serbische Gemeinde seit 1860

Die Kirchengemeinde in Wien ist die älteste Gemeinde der serbisch-orthodoxen Diözese für Mitteleuropa. Die Präsenz von Serben in Wien ist schon im 17. Jahrhundert belegt. Die jetzige Gemeinde wurde 1860 registriert. Aus Anlass des 150-Jahr-Jubiläums dieses Ereignisses besuchte der Belgrader Patriarch Irinej I. die Wiener serbisch-orthodoxen Gläubigen im September 2010 und traf dabei auch mit Bundespräsident Heinz Fischer und Kardinal Christoph Schönborn zusammen. Die serbisch-orthodoxe Kirche verfügt in Wien zur Zeit nur über drei kleine Gotteshäuser. Sechs Priester und ein Diakon sind im seelsorglichen Einsatz.

 

Kirchen werden nicht verkauft

Durch die Immigrationsbewegung der letzten 30 bis 40 Jahre ist die serbisch-orthodoxe Bevölkerung in Wien stark angewachsen. Daher sei es selbstverständlich, dass die katholische Kirche die serbisch-orthodoxe Schwesterkirche in Wien beim Aufbau der Seelsorge unterstützen  muss, so Erich Leitenberger, der Pressesprecher der Erzdiözese Wien. Kardinal Christoph Schönborn verweise immer wieder darauf, dass in Wien - anders als in anderen westlichen Großstädten - keine katholischen Kirchen verkauft oder entweiht werden, erinnerte Leitenberger: "Diese Gotteshäuser werden an orthodoxe Schwesterkirchen übergeben, mit denen die Katholiken fast alle Glaubensüberzeugungen teilen." Kardinal Christoph Schönborn komme es darauf an, dass in Kirchen, die nicht mehr für die katholische Seelsorge benötigt werden, weiterhin das Evangelium verkündet und die Eucharistie gefeiert wird.

 

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