"Wir brauchen ein neues katholisches Selbstbewusstsein, ein mutiges selbstbewusstes Mitreden", erklärt der Geistliche Assistent der Katholischen Männerbewegung, Willibald Steiner, bei der Vikariatskonferenz des Vikariates unter dem Manhartsberg am Samstag, 18. September 2010, im Bildungshaus Großrußbach. "Wir spüren ein übermüdetes Christentum in Europa, manchmal auch bei uns selbst. Kommen wir wieder zu einem persönlichen Dialog mit Christus, so können wir zu einer neuen Dynamik der Hoffnung kommen", so Steiner.
Sakramente sind Kerngeschäft
Es sei eine spannende Zeit, in der überzeugte Christen die Frohe Botschaft leben und damit andere lebensfroh machen müssten, so Steiner. Er könne nur weitergeben, was er persönlich glaube: "Die Sakramente und das Gebet sind das katholische Kerngeschäft. Mission ist die Lebensgrundhaltung von uns allen. Aufbruch, Zeugnis geben, Glaubensweitergabe ist gefragt. Diese Fülle des Lebens wünsche ich uns allen von Neuem."
Nachhaltige Lebensqualität
"Was tun wir in unseren Pfarren, in unseren Gemeinden und Umfeld, damit die Seele der Männer genährt wird?", fragte Diözesansekretär Franz Vock die Männer aus den verschiedenen Dekanaten. Es gehe um die ganz persönliche Lebensqualität, die den Menschen gut tue. Er lud die Männer ein, darüber nachzudenken, wo in ihrem Alltag Platz für sie selbst, für Regeneration, Glauben und Weiterentwicklung ist.
"Die KMB muss ihr Profil schärfen. Wir müssen in den Runden alle Themen aufgreifen, die die Männer bewegen, mit unverwechselbaren Angeboten, die zur persönlichen Weiterentwicklung der Männer dienen, damit es wieder attraktiv wird, an einer Männerrunde teilzunehmen. Daher ist es wichtig, die Arbeit der KMB-Gruppen auf die fünf Arbeitsschwerpunkte Männerglaube, Männeridentität, Männerbeziehungen, Männerpolitik und Entwicklungspolitik zu konzentrieren", erläuterte Vock.
Konkrete Beispiele
Am konkreten Beispiel eines von der Aktion SEI SO FREI geförderten Projektes wurde gezeigt, wie die KMB durch gezielte Hilfe zur Selbsthilfe zur Stärkung der Lebensqualität von Tausenden Menschen in Tanzania beitragen konnte. Diözesansekretär Vock lud die Männer ein, sich mit den aktuellen Projekten Von SEI SO FREI vertraut zu machen oder sich an der Schulung und Durchführung der Nikolausaktion zu beteiligen. Ziel sei es auch, neue Verantwortliche in den Pfarren und Dekanaten zu gewinnen, die sich an der Adventsammlung von SEI SO FREI beteiligen.
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