In einem Schreiben hat Papst Franziskus die neu benannten Kardinäle zu Bescheidenheit und Demut ermahnt. Sie sollten ihre Aufnahme ins Kardinalskollegium ohne „Anflug von Eitelkeit“ und überzogene Festlichkeiten feiern und die Nominierung mit „einfachem und demütigen Herzen aufnehmen“, so Franziskus.
Ein derartiges Schreiben ist ein absolutes Novum.
Die Liste der neuen Kardinäle bestätigt vor allem zwei Entwicklungen, die sich seit Franziskus' Amtsantritt abzeichnen. Zum einen wird die katholische Kirche unter dem argentinischen Papst lateinamerikanischer – 5 der neuen Kardinäle, die jünger als 80 Jahre sind und damit zur Papstwahl berechtigt wären, kommen aus dem Heimatkontinent von Franziskus.
Aus Afrika, Asien und Europa sind es jeweils zwei, aus Nordamerika gar nur einer. Unter den neuen Kardinälen ist auch der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation und Erzbischof Pietro Parolin, der Staatssekretär des Vatikans. Die Zahl der Kardinäle erhöht sich damit insgesamt auf 218.
kap/ aha