Dienstag 24. Februar 2026
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Besuch aus Galiläa

(19.1.2014) Schülerinnen und Schüler aus Israel im Weinviertel.

 

Anfang Jänner besuchten 13 Schüler/innen und 7 Vertreter der melkitischen Gemeinde Mi’ilja in Galiläa das Weinviertel. Seit 2011 besteht bereits eine Partnerschaft mit dem christlichen Dorf im Norden Israels. Prälat Matthias Roch hat zwei Mal diese Gemeinde besucht und jetzt die Gäste aus dem Heiligen Land im Bildungshaus Großrußbach empfangen.


Wer sind die Melkiten?

Direktor Franz Knittelfelder hat gemeinsam mit „Biblische Reisen Klosterneuburg“ ein intensives Programm für die Gruppe organisiert. So wurden einige Orte im Weinviertel, das Stift Klosterneuburg, Stift Herzogenburg und Wien besucht. Die Gruppe der „Technology High School Notre-Dame“ lernte dabei die HTL, das Gymnasium und die landwirtschaftliche Fachschule in Hollabrunn kennen. Sie besuchten große Betriebe wie Geberit in Pottenbrunn und den energieautarken Bauernhof in Streitdorf. Gemeinsame Gottesdienste in Weikendorf, Großrußbach und Nussdorf/Traisen und Kellerführungen in Retz und Poysdorf waren Höhepunkte der Tage im Weinviertel.


Bürgermeister Hatem Arraf und Schuldirektor Eyad Kassis waren von der großen Gastfreundlichkeit der Weinviertler Gemeinden begeistert. Salim Wakim, Milad Khamise, Mickal Layyus und Ramzi Layyus vom Schul- und Elternverein nahmen viele Ideen für die Schule in Galiläa mit. Die 13 Jugendlichen von der siebten Klasse der „Notre-Dame School“ konnten mit Reiseleiter Elias Abu Oksa auch eine Englisch-Schulstunde im erzbischöflichen Gymnasium Hollabrunn mitgestalten und es wurden Adressen und Ideen ausgetauscht.

 

Die Katholisch-Melkitische Gemeinde von Mi’ilja ist mit 3.100 Einwohnern die größte christliche Gemeinschaft im Heiligen Land. Die Melkitische Griechisch-katholische Kirche (auch: byzantinisch-katholische Kirche im Nahen Osten) ist eine mit der römisch-katholischen Kirche unierte katholische Ostkirche. Durch die politischen Spannungen werden die Palästinenser stark benachteiligt und setzen sehr viele Eigeninitiativen für die Ausbildung der Kinder. Die „Technology High School Notre-Dame“ ist eine christliche Privatschule, die von einem Schulverein der Eltern gemeinsam mit der Pfarre und der Gemeinde Mi’ilja getragen wird. Die Schule erhält sich von Spenden und sucht den Austausch mit anderen Schulen.


Christen unterstützen

Prälat Matthias Roch hat bei der großen Vikariatswallfahrt mit 160 Weinviertler/innen im Sommer 2012 das Dorf besucht und den Wunsch nach einem Gegenbesuch gerne aufgegriffen. Durch großzügige Spenden und nach Überwindung einiger bürokratischer Hindernisse durch die lokale Schulbehörde konnte die Gruppe jetzt zum Beginn des neuen Jahres nach Österreich reisen.


Direktor Franz Knittelfelder ist es sehr wichtig, „die christliche Minderheit im Heiligen Land zu unterstützen“. Durch den Austausch können positive Entwicklungen angestoßen werden und die Christen werden ermutigt, im Heiligen Land zu bleiben und nicht auszuwandern. Die weltweiten Freundschaften können auch zum Frieden im Nahen Osten beitragen.


Bald ein Gegenbesuch

Gewohnt hat die Delegation im Bildungshaus Großrußbach und von dort aus wurden täglich Orte, Pfarren, Schulen und Betriebe besucht. Den Abschluss bildeten ein Stadtspaziergang und ein Besuch im Stephansdom in Wien. Die Begeisterung und den Dank für die Tage drückten die Schüler am Ende mit dem Satz aus: „Die Weinviertler Freunde sind nun ein Teil der Notre-Dame-Schulfamilie in Galiläa und kommen hoffentlich bald auch wieder zu uns ins Heilige Land“.


Knittelfelder: „Der Austausch soll weitergehen und alle hoffen, dass in den nächsten Monaten eine Schulklasse aus dem Weinviertel Mi’ilja besucht.“

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