Dienstag 24. Februar 2026
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Christen in Angst

(12.1.2014) Rund um den Globus werden Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit verfolgt.

 

In Ägypten hat die Regierung vor dem Weihnachtsfest der koptischen Christen am 7. Jänner den Polizeischutz für Kirchen verstärkt. Das Innenministerium habe „alle notwendigen Maßnahmen ergriffen", sagte General Abdel Fatah Othman. Für den Schutz der Kirchen stünden 1.300 Sicherheitskräfte bereit. Laut ägyptischen Medien ist vor Kirchen normalerweise oft nur eine Wache postiert; lediglich bei größeren Kirchen oder Gotteshäusern in wohlhabenderen Gegenden ist der Schutz stärker. Man werde nicht zulassen, dass Terroristen die Feierlichkeiten störten. Die orthodoxen Kopten sind mit schätzungsweise zehn Prozent die größte nichtislamische Minderheit in Ägypten.


Im Libanon hat der melkitische griechisch-katholische Erzbischof von Zahle und der Bekaa, Youhanna Darwish in einem Interview mit dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ berichtet, dass sich viele Christen unter den syrischen Flüchtlingen offiziell nicht registrieren lassen wollen, weil sie Angst hätten, dass ihre Namen entweder der syrischen Regierung oder den Rebellen bekanntgegeben werden. Der Erzbischof äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass sich die Lage für Christen „als Nebeneffekt“ der Syrien-Konferenz ab 22. Jänner („Genf 2“) wieder bessert.


Sorgenkind Nordkorea

70.000 Menschen wurden im Jahr 2013 wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Diese Zahl nennt der Turiner Soziologe und Koordinator der „Beobachtungsstelle Religionsfreiheit“ in Italien, Massimo Introvigne. Auch wenn im Jahr 2012 mindestens 100.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet wurden und die Zahl somit sinkend sei, sei die aktuelle Situation damit nicht weniger dramatisch geworden.


An den für Christen gefährlichsten Orten habe sich in den letzten Jahren nichts geändert, so Introvigne. „Ich denke, der schlimmste Ort ist und bleibt Nordkorea. Das liegt daran, dass Christen willkürlich umgebracht werden, aber immer mit der Beschuldigung, sie seien Christen“, sagte der Soziologe. Trotz der Abschottung des Landes gebe es aber immer noch viele Jugendliche, die sich zum Christentum bekennen würden.    

kap/ aha

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