Dienstag 24. Februar 2026
Artikel aus dem Archiv

„Kirche" für den Bahnhof

(5.1.2014) Lokalaugenschein auf der Baustelle.

Im Herbst 2014 wird sie fertiggestellt sein: die „Bahnhof-Kirche“ des neuen Hauptbahnhofs. An die 120.000 Reisende, vor allem Pendlerinnen und Pendler, frequentieren dann Tag für Tag einen der größten Bahnhöfe Österreichs. „Der Sonntag“ war auf der Baustelle.


 

„Mit dem Stichwort Bahnhofkirche verbinde ich Menschen unterwegs, Menschen auf der Reise, Menschen, die nicht bleiben, die vorbeikommen“, sagt Provisor P. Matthias Felber SVD von der Pfarre zur Heiligen Familie (Dekanat Wien 10), die zu einer „Pfarre neu“ – „Pfarre Zum Göttlichen Wort“ – wird und auf deren Pfarrgebiet die neue Bahnhofkirche liegen wird.  Felber erhofft sich mit der Bahnhofkirche „einen spirituellen Rastplatz in einer hektischen Welt“.


Präsenz der Kirche

Für Pastoralassistent Thomas Burgstaller (Zur Hl. Familie) ist die neue Bahnhofkirche „auch ein Wegweiser, wie wir hier vor Ort in Zukunft Pastoral leben und gestalten können“. „Es gibt bei uns eine gewisse Aufbruchstimmung“, sagt Burgstaller: „Weil hier ein neuer Raum geschaffen wird, wo wir als Gemeinde die missionarische Kraft des Christentums wieder neu zum Leuchten bringen können."


„Als ÖBB wollen und müssen wir auf dem Hauptbahnhof Wien viele Dienstleistungen nicht nur für Bahnkunden, sondern für die ganze Bevölkerung anbieten“, sagt ÖBB-Architekt Gerald Mitterbäck: „Ein Andachtsraum, ein Raum der Stille ist ein guter Raum für die Menschen hier auf dem Hauptbahnhof."


„Die Erzdiözese will hier präsent sein, wo sich täglich mehr als 120.000 Menschen bewegen“, sagt der Baudirektor der Erzdiözese Wien, Architekt Harald Gnilsen: „Die Lage der Bahnhofkirche ist sehr gut, weil hier sehr viele Pendlerinnen und Pendler  und Reisende tagaus, tagein vorbeiziehen.“ Gnilsen: „Wir haben einen schlichten ovalen Raum, der sehr kontemplativ ist. Es gibt eine leichte Zugänglichkeit. Wenn ich drinnen bin, bin ich nicht in  einer Auslage. Hier kann man Kerzen anzünden, vor dem Allerheiligsten beten und auch zusammenkommen, um eine heilige Messe zu feiern."


„Dem ellipsenförmigen Raum vorgelagert ist eine kleine Fläche, für eine Statue und für künstlerische Präsentationen, oder zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum“, erläutert Architekt Michael Eckel: „Es gibt einen Mitarbeiterplatz für Erstgespräche und zwei kleine Besprechungsräume." 


Mitarbeiter gesucht

„Die Zusammenarbeit mit der neuen Pfarre ,Zum göttlichen Wort‘ funktioniert sehr gut“, unterstreicht Projektkoordinator Roman Dietler. „Wir sind interreligiös aufgestellt und sind im laufenden Gespräch mit einigen Kirchen und Religionsgemeinschaften."


„Der Raum der Stille bietet einkaufenden Passanten, täglich vorbeikommenden Pendlern und ein- und umsteigenden Reisenden sowie den vielen am Hauptbahnhof arbeitenden Menschen einen Ort der Ruhe, der Einkehr, des Innehaltens und der Begegnung mit Gott“, sagt Martin Wiesauer, Geschäftsführer der „Kategorialen Seelsorge“ der Erzdiözese Wien: „Wir werden unterschiedliche Angebote für die Suche nach Sinn anbieten. Kirche muss dort sein, wo die Menschen sind. Daher wird es hier u. a. eine Außenstelle der Ehe-, Familien- und Lebensberatung geben.“ An Planung und an Mitarbeit Interessierte können sich an Wiesauer wenden

(E-Mail: m.wiesauer@edw.or.at).
    

Stefan Kronthaler

Gottesdienste
Finden Sie Gottesdienste in Ihrer Umgebung
ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 - 0

anliegen@edw.or.at

Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
https://www.erzdioezese-wien.at/
Darstellung: Desktop - Mobil