Sie bleiben, wenn andere gehen. Während viele Hilfsorganisationen ihre Mitarbeiter bereits aus dem Kivu, einem der gefährlich-sten Gebiete der Erde, abgezogen haben, wollen die Christkönig-Franziskanerinnen die Menschen vor Ort nicht allein lassen.
„Menschen verschwinden einfach, werden im Geheimen umgebracht. Das beunruhigt uns alle“. So beschreibt die Ordensschwester Romana Bakovic ihren Alltag in Bukavu in der Region Kivu. Seit Jahren ist das Grenzgebiet zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo Schauplatz eines erbitterten Bruderkriegs. Hilfsorganisationen haben das Gebiet schon lange verlassen. Dubiose Söldner mächtiger Interessensgruppen und kriminelle Banden bestimmen den Alltag. Militär und Polizei sind weder vertrauenswürdig noch unabhängig. Entstanden ist eine Art rechtsfreier Raum, in dem nur noch die Macht des Stärkeren zählt. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Konflikten, zu Vertreibungen und Vergewaltigungen. Kaum jemand schützt die Bevölkerung. Auch der neueste Waffenstillstand ist sehr brüchig.
„Es gibt hier so viele Menschen die wirklich hungern, und so viele Kranke, die keine Mittel für Medikamente haben. Wir können die Augen nicht vor dieser Not verschließen“, so die Oberin der Christkönig-Franziskanerinnen. Sie setzt sich seit Jahren mit ihren 36 Mitschwestern für die leidende Bevölkerung in Bukavu ein. Ihre Zielgruppe sind Häftlinge, Frauen, Kinderwaisen, Arme; ihr Einsatzfeld Krankenhäuser, Schulen und Pfarreien. Für viele Einheimische sind die Schwestern, die ihr Leben aufs Spiel setzen, die letzte Hoffnung.
Zum Alltag gehören hier Straßensperren, Bandenkriminalität und Entführungen. In den vergangenen Jahren sind mehrere Priester und Ordensleute verschleppt worden. Auch die Franziskanerinnen wurden nicht verschont, ihr Kloster von Rebellengruppen mehrmals geplündert und beschädigt, zwei Schwestern sind dabei getötet worden. – Doch jeder Cent hilft, dass die Franziskanerinnen in Bukavu bleiben können, dort, wo sie am meisten gebraucht werden.
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