„Die allgemeine Situation der Kirche in Österreich spiegelt sich auch in unserer Pfarrgemeinde Langenzersdorf-St. Katharina wider“, sagt Dechant und Pfarrer Franz Majca CanReg: „Wir haben in unserer Pfarrgemeinde viele treue ehrenamtliche Mitarbeiter, durch die das vielfältige Angebot an alle Altersgruppen erst möglich wird.
Es herrscht ein wachsendes Bewusstsein für die allgemeine Mitverantwortung.“ Jede Altersgruppe habe „ihre eigenen, teilweise auch wachsenden Nöte und wir versuchen, diese mit offenen Augen wahrzunehmen und den Betroffenen, z. B. im Rahmen der Pfarrcaritas, nach Möglichkeit Unterstützung zu bieten“. Die Pläne für die Zukunft, so Majca: „Unsere Pfarrgemeinde soll offen und einladend sein für alle und zwar in Akzeptanz von unterschiedlichem Glaubenszugang bzw. unterschiedlicher Religionsausübung des/der Einzelnen hinsichtlich Art und Weise sowie Intensität."
Die Pfarrexpositur Dirnelwiese sei „ein Musterbeispiel für ,Pfarre neu‘, das Zukunft hat – ohne eigenen Pfarrer am Ort, dafür aber mit eigenem Diakon. Die Zusammenarbeit mit dem Pfarrer funktioniert exzellent“. Eine der Stärken der Pfarrexpositur sei „der Zusammenhalt untereinander und die Mitverantwortung der Einzelnen“, so Majca.
Beeindruckt hat Weihbischof Stephan Turnovszky bei seiner Visitation in St. Katharina und der Dirnelwiese „das beste Einvernehmen“ zwischen dem Pfarrer und Diakon Franz Schwammenschneider. Auch sei es „sehr gut“, dass das Stift Klosterneuburg mit Sebastian Schmölz CanReg Langenzersdorf-St. Katharina einen Kaplan zur Verfügung stelle. Turnovszky hat auch viele Gläubige „in beiden Visitationsmessen“ am 17. und 24. November gesehen, d h. „die Menschen sind liturgisch mobil“. Auch seien „alle Generationen“ bei den Gottesdiensten vertreten gewesen.
St. Katharina sei „eine lebendige Pfarre mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit einer engagierten Jugend und einer Jungschar, die pro Jahrgang eine Gruppe hat“. Im Hinblick auf den diözesanen Strukturprozess sei es auch gut, dass der Pfarrer als Augustiner-Chorherr des Stiftes Klosterneuburg eine „priesterliche Gemeinschaft ohne fixe Wohngemeinschaft“ habe.
Die Dirnelwiese wiederum besitze eine „tolle Architektur“ und „viel liturgisches Gespür“, sagt Turnovszky. Er nennt u. a. „die saubere Kirche, die Blumen vor und nicht auf dem Altar, die neuen Kerzen, Ministranten in jeder Altersgruppe sowie den gesungenen Antwortpsalm und generell die Liedauswahl".
Der Weihbischof besuchte auch eine Gemeinschaft apostolischen Lebens im Pfarrgebiet, die „Töchter Mariens, Mutter der Barmherzigkeit“. „In dieser Zelle der Weltkirche haben wir afrikanische Lieder gesungen“, berichtet Turnovszky.
Des Bischofsvikars Empfehlungen für St. Katharina und die Dirnelwiese: „Macht beherzt weiter auf dem guten Weg – mit den vielen Gruppen.“ Und: „Seid flexibel im Hinblick auf die Uhrzeit der Sonntagsmesse.“ Und: „Bietet bewusst auch Angebote für Menschen, die keine Gruppe wollen.“ Diese Angebote sollten „den Charakter der Erstverkündigung“ haben – im Unterschied zu einer Katechese. Es brauche „Angebote für diejenigen, die nicht zu einer Gruppe wollen“. Solche Angebote könnte es geben für Eltern von (Erst-)Kommunionkindern oder für Trauernde rund um Allerseelen. Dies seien „missionarische Anknüpfungspunkte."
Stefan Kronthaler