Erstmals gibt es in diesem Jahr eine dekanatsübergreifende Herbergssuche im Dekanat 3. „Wir wollten im Advent etwas Neues machen, das auch für Familien mit Kindern interessant ist“, erzählt Friedrich Göss aus der Pfarre Erdberg, der die Herbergssuche im Dekanat koordiniert und organisiert: „Da entstand die Idee doch einmal eine dekanatsübergreifende Herbergssuche zu machen und nicht nur die Pfarren, sondern auch das Kloster der Schulschwestern miteinzubeziehen.“ Am 26. November startete die Herbergssuche nun. Das Kloster gestaltete die erste Station. Die weiteren Stationen: Mi 4.12. 18.00 Übergabe Pfarre Erdberg an Pfarre Neuerdberg (Kirche), Mi 11.12., 17.00 Übergabe Pfarre Neuerdberg an Pfarre Rennweg (Kirche), Mi 19.12., 18.30 Übergabe Pfarre Rennweg an Pfarre St. Othmar (Kirche) Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Nähere Informationen Pfarre Erdberg Tel. 01/ 713 53 95.
Die Herbergssuche im Advent hat im Christentum lange Tradition. Schon im Mittelalter wurde die schwierige Suche von Josef und Maria nach einer Unterkunft vor der Geburt Jesu „nachgespielt“. In vielen Pfarren findet die „Herbergssuche“ im Rahmen der Gottesdienste statt. Manche Pfarren gestalten die Herbergssuche aber auch so, wie es nun im Dekanat 3 passiert: Eine Darstellung Marias oder der Heiligen Familie „wandert“ im Advent von einer Station zur nächsten. Bei der Übergabe wird dabei eine gemeinsame Feier abgehalten oder es wird ein Gebet gesprochen und Lieder gesungen.
„Die Herbergssuche spiegelt eine unmittelbare Erfahrung von uns Menschen wider“, ist Dechant Thomas Lambrichs überzeugt: „Wir alle sind auf dem Weg. Wir alle sind auf der Suche und wollen uns irgendwo zu Hause und geborgen fühlen. Wollen ankommen. Dazu kommt: Gott möchte zu uns kommen und dort wo wir ja zu seinem Plan sagen, dort kann Gott Gestalt annehmen.“
Im Hinblick auf die zukünftige Zusammenarbeit rücken die Pfarren des Dekanates 3 schon seit einigen Jahren enger zusammen. Schauen, wo ein Miteinander sinnvoll und bereichernd ist, welche Veranstaltungen gemeinsam veranstaltet werden können. „Wir alle profitieren davon, arbeiten in vielen Bereichen schon gut zusammen“, weiß Friedrich Göss: „Aber es braucht natürlich Mut über den Tellerrand zu schauen, um etwas Neues zu machen.“
Andrea Harringer