„Katholische Frauenbewegung, Katholische Männerbewegung und die Katholische Jugend bilden das Rückgrat des Gemeinschaftslebens. Dieses Miteinander bildet auch die Basis für die Gastfreundschaft, mit der die Kurgäste in unserem kirchlichen Leben aufgenommen werden“, sagt Dechant Otto Piplics, Pfarrer in Bad Schönau.
Eine Herausforderung der Pfarre: „Wir wollen Kinder in die Kirche bringen und junge Familien z. B. mit regelmäßigen Familienmessen ansprechen. Gerade als kleine Pfarre wollen wir im neuen Seelsorgeraum unser Profil schärfen.“ Als Pfarrer ist Piplics „besonders wichtig, dass wir als Gemeinde uns jeden Tag einmal vor Gott versammeln. Dazu gilt es den Reichtum der verschiedenen Gottesdienstformen zu nutzen. Die Einführung des neuen Gotteslobs bietet dazu eine sehr gut Gelegenheit. Weiters möchte ich die Heilige Schrift mit und für die Gemeinde als Fundament und Quelle des Glaubens erschließen.“ Im Pfarrgemeinderat sei allen „sehr daran gelegen, die verschiedenen Charismen in und für Gemeinschaft zu entdecken und zu fördern“. Die bischöfliche Visitation war „Motivation für alle Gläubigen, in gemeinsamer Verantwortung ein aktives Miteinander zu leben".
In Bad Schönau gebe es „eine eigene Jugendgruppe, was in dieser Gegend selten ist. Meist findet man Jugend in den Vereinen“, sagte Weihbischof Helmut Krätzl beim Visitationsgottesdienst am 10. November. Krätzl: „Ein Lob der starken Frauen- und Männerbewegung“. Der Weihbischof freute sich im Hinblick auf die Erwachsenenbildung, „dass hier Basis-Info Christentum angeboten wird."
Und er lobte, dass Dechant Piplics wünscht, „dass an jedem Tag in der Kirche ein Gottesdienst gefeiert wird, etwa Morgengebet, Abendgebet, Rosenkranz, Anbetung außer der sonstigen Eucharistiefeier“. Mit dem Seelsorgeraum beginne ein Prozess, unterstrich der Weihbischof: „Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Gemeinden selbständiger werden.“ Seelsorgeraum bedeute „nicht ein Weniger, sondern ein Mehr.“
Kron