An das „Selbstbewusstsein, das Miteinander in der Beziehung zu den Mitmenschen und den Gottesbezug“ hat Weihbischof Stephan Turnovszky bei der diesjährigen Männerwallfahrt der Katholischen Männerbewegung nach Klosterneuburg erinnert. Im Hinblick auf das Motto der Wallfahrt – „Brot des Lebens“ erinnerte der Bischofsvikar für das „Wein- und Brotviertel“ (das Marchfeld), dass die „Haltung zum Brot“ viel über den Menschen verrate. Das „glückliche Leben“ gelinge, wenn „das Brot zum wirklichen Lebensmittel“ werde. Die Dankbarkeit unterstreiche, „dass Brot etwas Kostbares, nichts Selbstverständliches“ sei. Turnovszky appellierte, den „guten Brauch des Kreuzzeichens über den neuen Laib Brot weiter zu pflegen“. Beim Tischgebet blicke der Mensch „auf den, von dem ich das Leben habe“, betonte der Weihbischof. Auch das Fasten – „ein Essen unter negativen Vorzeichen“ – habe seine tiefe Bedeutung. „Wer dankbar ist für das Brot, der kann auch verzichten“, sagte der Bischofsvikar.
Im Blick auf die Mitmenschen gehe es „um das Teilen, um die Solidarität, um das Anteilnehmen“. Turnovszky nannte konkret die „Brüder und Schwestern im Glauben, die weltweit verfolgt werden".
Das Brot sei „ein großes Zeichen der Gottesbeziehung“, im Brot der Eucharistie sei „Jesus da, anwesend unter uns“. Wichtig für das Christsein sei die „Beziehung zur Eucharistie, zur Anbetung“. Bei der eucharistischen Anbetung blicke „der Christ auf den Herrn, wie Liebende einander ansehen".
Zur 109. Männerwallfahrt konnte KMB-Diözesanobmann Helmut Wieser ÖVP-Politiker und die zwei Bischofsvikare Dariusz Schutzki (Vikariat Wien-Stadt) und Rupert Stadler (Südvikariat) begrüßen. Auch KA-Präsident Walter Rijs war unter den Wallfahrern.
Stefan Kronthaler