Mittwoch 25. Februar 2026
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Bibellesen mit viel Wirkung

(10.11.2013) Was Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Bibelrunde „erleb(t)en".

 

Gegründet wurde die Bibelrunde in Ebenfurth am 28. Oktober 1983. Anlässlich des Papstbesuches und des Katholikentags 1983 gab es „eine  große Begeisterung auch in der Pfarre. Menschen kamen und fragten: Was glauben wir eigentlich?“, erzählt Fachinspektor Herbert Vouillarmet, der von Anfang an die Bibelrunde leitete. Zuerst waren es acht Frauen und Männer, die zusammenkamen, heute sind es 19 Mitglieder (von 18 bis 93 Jahre). Die durchschnittliche Mitgliederzahl betrug 20 Teilnehmer/innen. 15 sind schon verstorben.


Fast alles gelesen

Nach dem Motto des Kirchenvaters Hieronymus – „Wer die Schrift nicht kennt, kennt Christus nicht“ – wurden im Laufe der Jahre fast alle Schriften der Bibel behandelt (Teile davon  oder zur Gänze). „Im Vorjahr standen Aussagen des Zweiten Vatikanums in Zusammenhang mit biblischen Texten auf dem Programm der Zusammenkünfte“, berichtet Vouillarmet. Das „schwierigste Buch“ sei die „Offenbarung des Johannes“. Immer wieder behandelt wurde die Genesis mit der  Schöpfungsgeschichte. Der heurige Schwerpunkt der Bibelrunde sind die  Psalmen.


Aktive Pfarr-Mitarbeit

Es blieb nicht beim Bibel-Lesen, aus den Bibelbetrachtungen entstand auch die Sorge um die Pfarre: Ein Chor (heute Stadtchor) wurde gegründet, bei der Liturgie (Mesner, LektorInnen, Blumenschmuck, Planung der Feste,…) wird  mitgearbeitet, die Seniorenpastoral wurde aufgebaut, die Firmvorbereitung unterstützt. Weiters gibt es Mithilfe bei Pfarrcafe, Pfarrheurigen, Anbetung, Mitarbeit und Unterstützung bei der Kirchenrenovierung, beim Bau des Kinder- und Jugendhauses.


Der Ablauf der Bibelrunde, jeden 2. Dienstag im Monat: 19 Uhr: Eucharistie und Anbetung, 20 Uhr: Bibelrunde und 21.45 Uhr gemütlicher Ausklang. Vouillarmets Resümee: „Ich hätte mir damals nicht gedacht, dass es in drei Jahrzehnten mit einem Buch nie langweilig sein wird..."


Johann Pleninger, er kommt aus der Nachbargemeinde Neufeld, ist seit 2007 Mitglied der Ebenfurther Bibelrunde. Sein „Lieblingsbuch“ in der Bibel ist das „Buch der Weisheit“. Seine Beweggründe: Ihn interessierten geistliche Dinge schon seit seiner Kindheit,  er wollte sein „teilweise lückenhaftes bzw. schon verlorengegangenes Religionswissen aus der Schulzeit wieder auffrischen“ und er wollte „Näheres und Tiefergehendes über unseren Glauben erfahren".


Hiob und Lukas

„Die liebste Bibelstelle“ von Maria Lörincz ist der Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen – ein Lebensmotto“). Sie ist sei 15 Jahren in der Bibelrunde. Lörincz: „Ich liebe die Bibelstunden, sie bereichern mein Leben. Sie bringen mir das Leben Jesu näher – und machen mir vieles auch verständlicher. Man lernt sehr viel im Leben dazu.“
Margarete Reisner ist seit „fast 30 Jahren“ bei der Bibelrunde. „Von der ersten Stunde an“ war sie „begeistert von einem Buch, das ich bis dahin nur vom Hörensagen kannte, dass ich mich von einer Bibelrunde zur nächsten freue“. Ihre „Lieblingsbücher“ in der Bibel sind das Buch Hiob, das besonders den tiefen Glauben und das große Vertrauen auf Gott beschreibt. Im Neuen Testament zählt das  Lukasevangelium und da besonders  Lukas 24, 13-35 („Emmaus-Geschichte“) zu ihren Kraftquellen.


Seit der Firmung dabei

„Für mich ist die Bibelrunde ein wunderbares Geschenk Gottes“, weiß Friedl Pluskovich: „Ich gehe seit 30 Jahren mit Freude und Spannung in jede Bibelrunde  und bin sehr dankbar, dass ich dabei sein darf.“ Ihre Lieblingsstelle ist das paulinische „Hohelied“ der Liebe, 1 Korinther 13.


Andreas Steiger istseit 15 Jahren bei der Bibelrunde. „Das Interesse und die Neugier wurden nach meiner Firmung geweckt“, sagt er: „Die Runde ladet ein, die Texte in lockerer Konversation zu diskutieren. Oder einfach ausgedrückt: es ist eine lockere Gemeinschaft.“ Sein Lieblingsbuch ist das „Buch der Weisheit“. Steiger: „Weisheit ist eine Gabe Gottes, die am Wichtigsten ist. Nicht Klugheit ist wichtig, sondern  moralisch gerecht zu handeln.“
Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit Weihbischof Franz Scharl dankt die Bibelrunde Ebenfurth am 10. November um 10 Uhr für 30 Jahre anhaltende Liebe zum Wort Gottes.

 Stefan Kronthaler

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