„Pfarrer Stanislaw Zawila versteht die Herzen der Österrecher, er führt die Pfarren gut“, sagt Weihbischof Stephan Turnovszky anlässlich der Visitation der drei Pfarren Stetten, Obergänserndorf und Würnitz (Dekanat Korneuburg). Beeindruckt haben den Weihbischof „die Zusammenarbeit in der Kommunion- und Formvorbereitung sowie die Qualität der Liturgie“. Die Gottesdienstmitfeiernden seien es „gewohnt zu stehen“, so Turnovszy: „Sie sind Mitbetende und nicht Zuhörer."
Im Hinblick auf die Zukunft sei allerdings „wenig gute Information über realistische Zukunftsbilder“ vorhanden. Turnovszky hofft daher auf eine „stärkere Auseinandersetzung mit dem in der Erzdiözese laufenden Erneuerungsprozess“. Dieser sei mehr als ein Strukturprozess. Die gute Kooperation zwischen den Pfarren sollte noch verstärkt werden. Der Weihbischof empfiehlt das „Bibel-Teilen, Liturgie-Katechesen und Kreativität in der Seelsorge, indem etwa Neues ausprobiert wird“. Zusammenarbeit, Kreativität und Weiterbildung seien die Säulen gelungener Seelsorge. Turnovszky: „Die Zukunft wird anders, aber sie wird gut."
Die Pfarren Stetten, Obergänserndorf und Würnitz mit den Filialen Mollmannsdorf und Hetzmannsdorf sind ländlich geprägt. In den drei Pfarren mit fünf Gottesdienststätten leben 4.100 Einwohner, wovon 2.462 Katholiken mit Hauptwohnsitz gemeldet sind. „Alle drei Pfarren sind in den letzten Jahren immer mehr zusammengewachsen. Das sieht man bei den gemeinsamen, kirchlichen Aktivitäten“, zählen Pfarrer Zawila und sein „Pfarr-Team“ auf: Emmausgang, Pfarrwallfahrt, Ministrantentreffen, gemeinsame Firmvorbereitung, gemeinsame Weggottesdienste für alle Erstkommunionskinder (bei denen auch die Erstkommunionskinder der Pfarre Harmannsdorf dabei sind), Kinderkreuzwege, Jugendkreuzweg.
Prägend sein „das Miteinander von Pfarrer, PGR und Gläubigen“. Zawila: „Hinhören auf das, was die Leute brauchen und versuchen, dies pastoral zu ermöglichen. Wir sind auf dem Weg von einer versorgten Gemeinde zu einer sich sorgenden Gemeinde.“ Bei den Hochfesten und Feierlichkeiten ist es für den Pfarrer schwierig und kräfteraubend, den Wünschen der einzelnen Pfarren nachzukommen.
Zurzeit gehen die Gespräche in Richtung Pfarrverband mit den Pfarren Stetten, Obergänserndorf, Würnitz und Harmannsdorf. Zawila: „Vier Pfarren mit acht Gottesdienststellen, betreut durch zwei aktive Priester. Mit etwa 6200 Einwohnern und ca. 4.000 Katholiken werden die Vorgaben des Auftrages an die Pfarren so erfüllt. Mit dieser Zukunftsperspektive können viele gut leben.“
Kron