„Im Gebiet der Pfarre Auferstehung Christi haben wir einen der höchsten Bevölkerungsanteile mit Migrationshintergrund von Wien“, erzählt der Pfarrer und Dechant des Wiener Stadtdekanats 4/5, Wolfgang Unterberger.
Trotzdem habe die Pfarre Stärken. „Wir haben viele ehrenamtliche Mitarbeiter, die sozial engagiert sind und sich auch ihrer politischen Verantwortung bewusst sind“, sagt Unterberger. Es gebe eine „Selbstbesteuerungsgruppe“, die Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt unterstützt und jedes Jahr ein „Pfarrprojekt“, bei dem Entwicklungsprojekte in einem anderen Kontinent unterstützt werden. Und es gibt „eine ehrenamtlich betreute Sozialberatung für Bedürftige aus dem Pfarrgebiet“.
Die Sorgen der Pfarre laut Unterberger: „An den drei nächstgelegenen Volksschulen gibt es pro Schulklasse nur 1-2 katholische Kinder und selbst die katholischen Kinder haben mitunter eine andere Muttersprache und besuchen die Gottesdienste der jeweiligen Sprachengemeinde. Für die Pfarre bedeutet dies, dass wir fast nie mehr als 5 Erstkommunionkinder haben. Dieses Jahr haben wir gar keine Erstkommunionfeier."
In seinen Gesprächen mit den Gruppen betonte Kardinal Christoph Schönborn, dass die Zuwanderung aus anderen Ländern auch Chancen biete, weil viele Zuwanderer gläubige Christen seien. Bei der Messe lobte der Kardinal, dass die Pfarre die „Katholische englischsprachige Gemeinde der Afrikaner“ aufgenommen habe. Diese Afrikaner, betonte der Kardinal, sind keine „Gäste“, sondern ein Teil der Wiener Kirche. In der Predigt sagte der Erzbischof, dass die Mitfeiernden „neu auf die Menschen zugehen und Zeugnis von den eigenen Glaubenserfahrungen“ geben sollten.
Kronthaler