Mittwoch 25. Februar 2026
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Ein Europa für alle

(30.3.2014) Die österreichische Bischofskonferenz ruft zur Beteiligung an Europawahlen auf.

Österreichs Bischöfe rufen zur Beteiligung an den Europawahlen vom 22. bis 25. Mai auf. Die Europäische Union brauche „die demokratische Mitwirkung der Bevölkerung und das Engagement von Christen“, heißt es in einer Erklärung, die die Bischofskonferenz im Anschluss an ihre Frühjahrsvollversammlung im Stift Admont abgeben hat.


Zugleich unterstreichen die Bischöfe, dass die Bedeutung der Europäischen Integration als Friedensprojekt „ungebrochen aktuell“ sei. Die Krim-Krise und auch der anhaltende Krieg in Syrien hätten deutlich gemacht, „dass der Friede in Europa keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bleibende Aufgabe ist“. Auch im Hinblick auf das Gedenkjahr zum Beginn des 1. Weltkrieges hielten die Bischöfe fest, dass Friede immer auf Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit beruhe.  „Krieg ist kein Schicksal und auch kein Naturgesetz“, sondern immer eine „Niederlage für die Menschheit“.


Herausforderungen

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stünden in den kommenden fünf Jahren vor großen Herausforderungen, zeigten sich die Bischöfe überzeugt: Besonderer Beachtung bedürfe der umfassende Schutz des menschlichen Lebens und der Familie. Offenkundig sei die „Verletzbarkeit und die Grenzen unseres Wirtschaftssystems“. Die „besorgniserregend hohen Schulden“ in vielen Staaten beeinträchtigten die Zukunftschancen der jüngeren Generation und erforderten „eine neue Politik des Maßhaltens“. Auch die Nachhaltigkeit als ein grundlegendes Prinzip der Wirtschafts- und Entwicklungspolitik, „aber auch der persönlichen Lebensweise“, gelte es zu fördern.


Die besondere Aufmerksamkeit der Politik müsse weiters der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit, der Frage von Asyl und Migration und der Verantwortung für das Leben von Flüchtlingen zuteil werden. Schließlich fordern die Bischöfe Religionsfreiheit als „Kernelement einer toleranten und offenen Gesellschaft“ ein. Angesichts von „Österreichs Verantwortung in der Welt“ wünschen sich die Bischöfe zusätzliche Mittel für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, eine Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds, den Einsatz gegen die globale Steuerflucht, die Austrocknung der Steueroasen, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die rasche Erfüllung der bereits 2013 gemachten Aufnahmezusage für Syrien-Flüchtlinge.     

kap/ aha

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