Montag 22. Dezember 2025
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Ein Treffen mit dem Kardinal

(23.6.2013) Visitation des Dekanates 6/7 durch Kardinal Christoph Schönborn.

12. Juni, 7.15 Uhr: Bei herrlichem Wetter steht Kardinal Christoph Schönborn vor dem Wiener Westbahnhof und verteilt an die vorbeihastenden Menschen einen Morgengruß – „Manner“-Schnitten mit einem Bibelspruch. Bei dieser „missionarischen Initiative“ kommt der Erzbischof auf unkomplizierte Weise mit den Menschen ins Gespräch.


„Da der Missionsgedanke dem Christentum – sogar als unbedingter Auftrag – innewohnt, kann eine Initiative wie diese als weiterer Impuls gewertet werden, sowohl hinsichtlich der Bewusstmachung bisheriger Bemühungen, als auch, was eine Vertiefung und Verinnerlichung anlangt“, freut sich P. Johannes Kellner O.T., Pfarrer der Pfarre Schottenfeld und Dechant des Dekanates 6/7: „Bereits ein Sprichwort sagt: ,Man lernt nie aus‘ – das gilt wohl erst recht für die Verkündigung der Frohen Botschaft.“


Wie geht es den Menschen?

Der Westbahnhof ist aber nur eine von vielen Stationen, die der Kardinal im Laufe der Visitation des Dekanates 6/7 bereits besucht hat. Wie bei jeder Visitation ist es dem Erzbischof sehr wichtig, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Auf dem dicht gedrängten Terminkalender: ein Besuch in den Pensionistenheimen „Haus Mariahilf“ und „Haus Neubau“ und ein Treffen mit der Bezirksvorstehung und den Clubobleuten des 7. Bezirks. Zeit für Begegnung und Gespräch hat sich der Kardinal außerdem bereits in der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube genommen, außerdem in der Pfarre Mariahilf, in der Pfarre St. Ulrich, der Pfarre Gumpendorf, der Pfarre Altlerchenfeld und im Pflegezentrum Sophienspital und bei der Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Göttlichen Erlöser. Auch einige der zahlreichen Schulen im Bezirk hat der Kardinal bereits besucht. Darunter Notre Dame de Sion in der Burggasse, das BRG in der Marchettigasse und das Schulzentrum Mater Salvatoris in der Kenyongasse.


„Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass sich Kardinal Schönborn vor jeder Visitation sehr genau über das Leben im Dekanat informiert. Mit den zahlreichen Begegnungen und Besuchen an Ort und Stelle kann er sich dann ein konkretes Bild von der Dekanatssituation machen“, betont P. Johannes Kellner: „Diese Einsichten scheinen mir sehr wichtig zu sein, zumal die mögliche Bereitschaft zu etwaigen Veränderungen etwa in einer Pfarre davon abhängt, wie weit sich die „Besuchten“ angenommen und verstanden wissen.“


Veränderungen notwendig

Das Dekanat 6/7, so P. Johannes Kellner, sei geprägt von dem Umstand, dass – als einziges Stadtdekanat – alle 7 Pfarren von Ordenspriestern geleitet werden. Dadurch seien auch die einzelnen Ordensspiritualitäten in der konkreten Pfarrarbeit spürbar. Gerade das Dekanat 6/7 sei im Laufe der Jahre mit der Notwendigkeit von deutlichen Veränderungen konfrontiert worden. „Unser Dekanat hat seit über 12 Jahren mit den Pfarren Mariahilf und St. Josef ob der Laimgrube den ersten Pfarrverband im Vikariat Wien-Stadt“, so P. Johannes Kellner.

 

Alle Neuerungen seien aber ohne Druck „von oben“ gekommen, sondern mehr aus durchaus praktischen Überlegungen. „Was hier immer gezählt hat, war die Bereitschaft, nicht müde zu werden, sondern sich auch probierenderweise auf die konkreten Gegebenheiten in der Pfarre einzustellen“, weiß P. Johannes Kellner: „Die Chancen auf Synergien ergeben sich, solange man sich der Tatsache bewusst ist, dass es zwar geographische Pfarrgrenzen gibt, die Vermittlungsinhalte sich jedoch nicht wirklich eingrenzen lassen, sondern den ,Nachbarn‘ notwendigerweise mit einbeziehen."


Im Herbst wird Kardinal Schönborn die Visitation des Dekanates fortsetzen.     

aha

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